Besinnliche und fröhliche Momente beim Herbstfest

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Besinnliche, aber auch fröhliche Momente erlebten die Besucher des Herbstfestes von „Helfen und helfen lassen“ am Freitag im Katholischen Vereinshaus. Erneut hatte der Aktionskreis der Evangelischen Kirchengemeinde Nachrodt-Obstfeld vor allem die Bewohner der örtlichen Senioren- und Pflegeheime eingeladen.

Ein Kaffeetrinken mit einer reichen Auswahl an selbst gebackenen Kuchen und Torten eröffnete den Nachmittag, ehe sich Pfarrer Wolfgang Kube mit Gedanken zum Martinsfest an die Besucher wandte. Der römische Reitersoldat Martinus, der der Legende nach seinen Mantel mit einem frierenden Bettler geteilt und anschließend ein Leben als Christ geführt hat, habe vor der Frage gestanden, auf welchem Weg er sein Leben fortsetzen wolle, erklärte Kube. Vor solchen Entscheidungen stünden Menschen immer wieder, ebenso wie vor der Frage, ob sie die Aufgaben ihres Leben erfüllt oder verpasst haben. In Bezug auf St. Martin und das aus dessen Lebensgeschichte entwickelte Brauchtum warnte der Pfarrer: „Wir müssen aufpassen, dass von der Legende nicht nur bunte Laternen übrig bleiben. Nur dann wird die tiefere Bedeutung der Geschichte sichtbar, die jeder für sich entdecken muss.“

Erika Pietsch trug anschließend mit einem Augenzwinkern eine Geschichte vor, in der das kulinarische Wettrüsten zwischen Gott und Teufel geschildert: Jede göttliche Wohltat für die Menschen wird darin vom Teufel mit neuen Verlockungen torpediert. Nur gut, dass Obstkuchen und Sahnetorten zu diesem Zeitpunkt bereits verspeist waren, sonst hätte der amüsante Vortrag leicht kontraproduktiv werden können.

Musikalisch ging es weiter im Programm. Das gemeinsam von allen gesungene Herbstlied „Bunt sind schon die Wälder“ begleitete Alfia Möllmann am Klavier. Die weitere musikalische Gestaltung des Herbstfestes übernahm dann aber Eduard Balbach, ebenfalls von Alfia Möllmann am Klavier begleitet. Der 79-jährige Russlanddeutsche aus Iserlohn und die im Ural geborene Musikerin als Altena unterhielten die Besucher mit deutschen, aber auch mit russischen Volksliedern. Eine Sketchdarbietung rundete das Herbstfest schließlich noch einmal humorvoll ab. ▪ Volker Griese

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