Heimatstube: Ein ganz besonderer Ort zum Heiraten/ Braut überrascht ihren Liebsten

Und bitte den Ringfinger in Sicherheit bringen

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Das Hochzeitsteam des Heimat- und Verkehrsvereins: Heinz Kullmann, Jürgen Weiß, Helga Baumann und Karin Ittershagen verzauberten das Paar mit längst vergessenen Ritualen im rustikalen, nostalgischen Ambiente.

Nachrodt-Wiblingwerde - „Das Schönste aber hier auf Erden, ist lieben und geliebt zu werden.“ Und so strahlten sie, Grace Sodi und Jeremy Daniel Petri – umgeben von herrlichen Möbeln und Einrichtungsgegenständen aus dem bäuerlichen Haushalt des 19. Jahrhunderts. 

Das junge Paar gab sich am Donnerstag in der Heimatstube das Ja-Wort. Es ist ein ungewöhnlicher und ganz besonderer Ort zum Heiraten.

Bräutigam wusste von nichts  

Der Bräutigam wusste von nichts. Nur, dass er heiraten würde. Die Heimatstube hatte die junge Braut heimlich ausgesucht, um ihren Liebsten zu überraschen. 

Standesbeamtin Natascha Handschak, die E-Mail-Kontakt mit der Lüdenscheiderin im Vorfeld hatte, freute sich über die gelungene, nicht zu übersehende Freude. Fröhlich, amüsant, aber auch mit tiefgreifenden Worten traute Natascha Handschak das junge Paar, das sichtlich bewegt den schönsten Tag des Lebens in Wiblingwerde feierte. 

Die junge Braut Grace Sodi überraschte ihren Mann Jeremy mit dem ungewöhnlichen Ort des Geschehens in Wiblingwerde.

So weit, so schön. Dass es noch schöner kam, ist dem Hochzeitsteam des Verkehrsvereins zu verdanken. Heinz Kullmann, Jürgen Weiß, Helga Baumann und Karin Ittershagen verzauberten das Paar mit längst vergessenen Ritualen im rustikalen, nostalgischen Ambiente. 

Mit einer Schürze ausgestattet, drehte die Braut frische Kaffeebohnen in einer alten Kaffeemühle, um dann natürlich auch zu schnuppern, ob der Kaffee denn gelungen war. Dabei wurde das Lied „Mahle Mühle mahle“ gesungen – die erste und die 100. Strophe. 

Der Bräutigam durfte ein frisches Bauernbrot schneiden – natürlich mit einem antiken Brotschneider, bei dem vor allem der Ringfinger in Sicherheit gebracht werden musste. Das Brot wurde dann in kleinen Stücken in ein Salzfässchen getunkt. 

Salz als Segensspender 

Apropos Salz: Aufgrund der „magischen“ Eigenschaften von Brot und Salz gilt das Verschenken seit frühester Zeit als Segensspender. Dabei steht die kräftigende, stärkende Wirkung des Brots dafür, nie mehr Hunger leiden zu müssen und immer genügend Nahrung zur Verfügung zu haben. 

Und die beschützende Wirkung des damals teuren Salzes als Zeichen für Wohlstand und Wohlergehen. Ein Stückchen Brot und ein bisschen Salz in zwei weißen kleinen Beuteln durfte das Hochzeitspaar dann auch mit ins Eheglück nehmen. 

Zudem gab es eine Heimatstuben-Hochzeitsurkunde. Zur Erinnerung an einen nicht wirklich alltäglichen Hochzeitsort.

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