Defibrillator-Einführung in Brenscheid

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Friedhelm Koch von der Firma Wero (rechts) übernahm die Defibrillator-Einführung in Brenscheid. 17 Bewohner trafen sich im Wohnzimmer von Petra Triches.

Nachrodt-Wiblingwerde - Ein kleines Gerät, das Leben retten und sogar sprechen kann, stand im Wohnzimmer von Petra Triches im Mittelpunkt. 17 Menschen aus Brenscheid trafen sich dort, um bei der spannenden Defibrillator-Einführung dabei zu sein.

Der zwölfjährige Finn hatte die Handhabung sofort raus.

17 Bürger und Bürgerinnen aus Brenscheid tummelten sich im Wohnzimmer von Petra Triches. Im Mittelpunkt stand ein kleines Gerät, das Leben retten kann. Und das sprechen kann – sehr zur Freude und auch zur Beruhigung der Menschen, die in einem Notfall zur Hilfe eilen möchten.

„Zunächst muss man den Oberkörper freimachen. Eine Schere ist dabei, damit man das Shirt oder das Hemd aufschneiden kann. Und ein Rasierer. Denn die Haare auf der Brust müssen entfernt werden“, erklärt Petra Triches. Wo genau dann die Pads am Körper angebracht werden, wird auch auf Bildern gezeigt.

Sodann piept das Gerät. „So schnell es piept, so schnell muss man pumpen. Drückt man nicht fest genug, gibt es eine Rückmeldung. Man bricht den Leuten auch nicht selten die Rippen und davor hat man schon Angst“, sagt Petra Triches. Einer, bei dem es sofort geklappt hat, war Finn. Der zwölfjährige Junge, der in einem Notfall wie die Erwachsenen gern helfen möchte, hatte die Bedienung schnell im Griff.

Ein kleines Gerät mit großer Wirkung.

Dass an der Puppe geübt werden konnte, half über die erste Scheu hinweg. „Alle waren sehr interessiert und sind froh, dass es in Brenscheid nun einen Defibrillator gibt“, sagt Petra Triches. Das Gerät wird am kommenden Wochenende an ihrem Haus angebracht – geschützt in einem Kasten. Wird der Kasten geöffnet, gibt es ein Signalgeräusch, so dass dadurch auch vielleicht noch andere aufmerksam werden.

Übrigens: Für alle, die bei der ersten Einführung nicht dabei sein konnten, wird Udo Winter demnächst Termine anbieten. Zudem wollen die Brenscheider auch noch einen Erste-Hilfe-Kurs absolvieren. „Das gehört dazu“.

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