Jahresempfang in Zeiten des harten Sparzwangs

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Auch die erfolgreichsten Sportler des vergangenen Jahres wurden geehrt. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Zahlreiche Bürger empfing Bürgermeisterin Birgit Tupat am Sonntag im Namen der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde in der Aula der Hauptschule und der Sekundarschule am Holensiepen.

Viele waren der Einladung gefolgt – weil sie mit Ratsmitgliedern und ihrer obersten Repräsentantin plaudern wollten, weil ihre Kinder als erfolgreiche Sportler geehrt wurden oder weil sie sich auf die spendierten Häppchen freuten.

„Das Jahr 2012 war sicher ein turbulentes Jahr für Nachrodt-Wiblingwerde, und die Unwörter des Jahres sind sicherlich Stärkungspakt und Haushaltssanierungsplan“, erinnerte die Bürgermeisterin an vorangegangene Spardebatten. Die „schmerzlichste Entscheidung“ sei dabei die Schließung des Gartenhallenbades zum 31. März gewesen. „Aber es ist der Gemeinde nicht mehr möglich, dieses Defizit weiterhin zu tragen.“ Umso wichtiger sei das bürgerschaftliche Engagement des Fördervereins, der mit seinem Vorsitzenden Hans Wehr nach Lösungen für den Weiterbetrieb des Bades als „Bürgerbad“ sucht. „Ich denke, sie sind auf einem guten Weg.“

Uwe Perlowsky, Vorsitzender des Gemeindesportverbandes, rief die Bürger auf, sich zu entscheiden: „Brauchen wir das Gartenhallenbad, oder brauchen wir es nicht?“ Von Seiten des Sports könne man nur nachdrücklich an die Bürger appellieren, jetzt etwas für das Bad zu tun – in Kürze sei es für solche Bemühungen zu spät. Und mit Blick auf die DLRG, die möglicherweise in Kürze kein Übungsbecken mehr haben wird, fügte Perlowsky an: „Es tut weh, Sportler zu ehren, die im nächsten Jahr nicht mehr dabei sein werden.“ Der Vorsitzende des Gemeindesportverbandes äußerte allerdings auch Verständnis für den Ausstieg der Gemeinde aus der Finanzierung des Bades: Aus betriebswirtschaftlicher Sicht sei die Entscheidung nachvollziehbar.

Uwe Perlowsky hatte anschließend die schöne Aufgabe, die erfolgreichen Sportler der Gemeinde mit Urkunden zu ehren. Und das waren erstaunlich viele.

Große Freude löste eine Scheckübergabe an Vertreterinnen der fünf Kindertagesstätten aus. 2320 Euro hatten die heimischen Chöre an Eintrittsgeldern beim Adventskonzert eingenommen, 465 Euro für jede Kita. Zu dem guten Erlös hatten die Druckerei Vogel, die Provinzial-Versicherung, die Gemeinde und die Feuerwehr durch ihre Unterstützung beigetragen. „Man muss für die Kleinsten der Gemeinde etwas tun, denn das ist unsere Zukunft“, freute sich die Bürgermeisterin über die Spende. ▪ Thomas Krumm

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