Zuviel Teig zubereitet

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Für die Bürgermeisterin gab es ein xxl-Reibeplätzchen

50 Kilogramm Kartoffeln, 15 Liter Rapsöl und eine große Menge Apfelmus: Kostenloses Essen für jedermann lautete am Samstag zum dritten Mal in diesem Jahr die Devise der Aktion "Miteinander essen - füreinander da sein" 

Für die Gäste in der Lennehalle waren zunächst Gisela Gundermann und Norbert Grebe da, die die Kartoffeln schälten, mit Unterstützung einer Küchenmaschine rieben, Zwiebeln schnitten und weitere Zutaten zum Reibeplätzchenteig hinzugaben. Vor Ort unterstützten weitere Freiwillige die Aktion - unter ihnen ehrenamtliche Helfer des Bürgerbusvereins und Bürgermeisterin Birgit Tupat, die sich viel Zeit nahm, um die Aktion zu unterstützen.

 In Zeiten, in denen die Europäische Union zwar zurecht kritisiert, aber auch bösartig schlecht gemacht wird, muss die finanzielle Unterstützung durch den „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes“, kurz „Leader“, erwähnt werden. Er übernimmt 65 Prozent der Kosten für die vier Aktionen in Nachrodt mit kostenlosem Essen, die in diesem Jahr stattfinden.

 Projektträger ist der lokale Verein „Kultur-Schock“, unter dessen Schirmherrschaft die ehrenamtlichen Helfer die noch fehlenden 35 Prozent der Aufwendungen als Arbeitsleitung erbringen.

Mag sein, dass das schöne Wetter dem Appetit auf heiße Reibeplätzchen gewisse Grenzen setzte: Gut 100 Mittagsgäste waren deutlich weniger als beim letzten Mal, und so wanderte übrig gebliebener Teig zunächst in die Kühltruhe. Doch zuvor waren drei Bräter am Start und wurden mit etwa 350 Reibeplätzchen bestückt.

 Norbert Grebe machte sich einen Spaß daraus, Exemplare in einer Größe zu backen, bei der es nicht mehr sicher war, ob das Wenden ohne Probleme funktionieren würde. Ein Prachtexemplar landete schließlich als Dank für ihre Hilfe bei der Bürgermeisterin. Grebe zeigte sich skeptisch über das Interesse in Wiblingwerde an einer solchen Aktion und freute sich über „ein paar Leute mehr“, die vom Berg herabgestiegen waren.

Gemeinsam mit Gisela Gundermann habe er im Café Klunterbunt in Rennerde für das kostenlose Essen geworben. Jedenfalls waren die Reibekuchen lecker und die ehrenamtlichen Helfer guter Dinge - es kamen Mittagsgäste aller Altersstufen, die lediglich um eine Spende gebeten wurden. Ziel der ehrenamtlichen Helfer ist es nämlich, die Aktion trotz des Auslaufens der Gelder aus Brüssel auch im kommenden Jahr am Leben zu halten.

Norbert Grebe zeigte sich zuversichtlich, dass das erneut für vier Termine gelingen wird. Doch zuvor können die Nachrodter und Wiblingwerder noch einmal Gäste Brüssels sein: Am 10. November gibt es in der Lennehalle von 11.30 bis 14.30 Uhr Matjesheringe und Folienkartoffeln mit frischer Kräuter-Quark-Creme.

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