L 692: Warten auf den Baustart - Es hängt an einem Brief

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Weit vorangeschritten: die Gasbaustelle in Eilerde. Dort wird alles rechtzeitig fertig zum geplanten Baustart der Landstraßensanierung im Juni.

Nachrodt-Wiblingwerde – Es sieht gut aus für den Baustart im Juni. Nach etlichen Verzögerungen könnte der zweite Abschnitt der Sanierung an der L692 beginnen. Es fehlt nur ein Brief.

Die Sanierung kommt – und das auch zeitnah. Der Baubeginn wurdeschon öfter verschoben. Mal um Wochen, dann um Monate. Immer gab es andere Gründe. Nun scheint es aber so, als ob es wirklich in ein paar Wochen losgehen könnte. Zeitnah soll nun die Ausschreibung der Arbeiten erfolgen. Die Formalitäten sind bereits erledigt.

„Leider warten wir noch auf eine schriftlich Rückmeldung zu einer Bauerlaubnis“, erklärt Andreas Berg, Pressesprecher von Straßen.NRW auf Anfrage. Ein Grundstückseigentümer habe den sogenannten Vorvertrag noch nicht eingesandt, aber zugesagt, dass dieser in der Post sei. „Es ist also eher eine Formsache, aber so lange der Vertrag noch nicht vorliegt, können wir die Maßnahme nicht veröffentlichen“, erklärt Andreas Berg. 

Ausschreibung sehr zügig

Beim ersten Bauabschnitt hatte es massive Probleme mit den Anliegern gegeben, da im Vorfeld nicht von allen Beteiligten das Einverständnis eingeholt worden war. Das sollte im zweiten Abschnitt keinesfalls erneut passieren. Inzwischen sei man sich mit allen Anliegern einig. 

Mit der Ausschreibung der Arbeiten rechnet Berg bereits für Anfang nächster Woche. Der Zeitraum zwischen Veröffentlichung und Zuschlag betrage dann rund sechs Wochen. Nach Zuschlagerteilung könnten die Arbeiten etwa zehn Tage später beginnen – sofern es keine weiteren Komplikationen gibt. 

Wo genau mit dem zweiten Bauabschnitt der Sanierung begonnen wird, ist weiter offen. Fakt ist, es wird wieder eine Vollsperrung geben, die Umleitung erfolgt erneut mit einer Einbahnstraßenregelung: die Brachtenbeck ins Tal und über den Kreinberg hinauf ins Höhengebiet. Gebaut wird in zwei Abschnitten. Einmal von den Serpentinen bis Rennerde und dann von Rennerde bis Eilerde – oder umgekehrt. 

Sanierung kostet 850.000 Euro

Zum geplanten Zeitraum der Arbeiten kann Andreas Berg ebenfalls noch nichts Genaues sagen. Insgesamt wird Straßen.NRW rund 850.000 Euro in die Maßnahme stecken. Auf einen baldigen Beginn hoffen auch die Stadtwerke, denn sie werden sich an den Arbeiten beteiligen und im Zuge der Sanierungsarbeiten eine Gasleitung von Eilerde nach Rennerde legen. 

Beide Dörfer werden an das Gasnetz des Heimatversorgers angebunden. Die Arbeiten laufen bereits und liegen voll im Zeitplan. Bis zur Eilerder Dorfmitte sind die Arbeiten bereits fortgeschritten. 

Um die Flächen der Landwirte nicht in der Erntezeit zu beschädigen, wurden Teile der Arbeiten vorgezogen. „Wir hoffen, dass die Straßensanierung ganz normal im Zeitplan liegen wird und auch wir somit unsere Pläne einhalten können. Derzeit sieht es ja danach aus“, sagt Thomas Armoneit, technischer Leiter bei den Stadtwerken. 

Stadtwerke arbeiten - so oder so

Fakt sei, dass die Stadtwerke ihr Versprechen halten werden. Wenn es also doch zu erheblichen Verzögerungen kommt, würden die Stadtwerke die Maßnahme alleine durchführen. „Wir reden hier nicht mit zwei, drei Monaten Verzug, sondern von Jahren. Aber dafür spricht derzeit absolut nichts“, betonte Thomas Armoneit.

Die marode L692 wird saniert. Dafür muss die Oberleitung der Telekom weichen.

Fraglich ist, was die Telekom plant. Auch sie will Leitungen verlegen. Rennerde soll einen Glasfaseranschluss bekommen. „In der Regel arbeitet die Telekom alleine und macht ihr Ding“, sagt Andreas Berg. Das würde gegebenenfalls bedeuten, dass die neue Straße wenig später erneut aufgerissen werden könnte.

Das will Bürgermeisterin Birgit Tupat vermeiden. Sie wisse aus Gesprächen mit Straßen.NRW, dass der Landesbetrieb mit der Telekom ebenfalls im Gespräch ist. „Schon alleine, weil die derzeitigen Oberleitungen vom Straßenbau betroffen sind. Ich bin mir sicher, dass die neue Straße nicht noch einmal aufgerissen wird“, betont sie. Seitens der Telekom gab es keine Antwort auf eine entsprechende Anfrage.

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