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Start im Impfzentrum: So lief der erste Tag

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Guter Dinge: Das Team des Impfzentrums in Nachrodt am Eröffnungstag.
Guter Dinge: Das Team des Impfzentrums in Nachrodt am Eröffnungstag. © Fischer-Bolz

In Nachrodt-Wiblingwerde wurde ein neues Impfzentrum eröffnet. So lief der erste Tag.

Nachrodt-Wiblingwerde – Wer sich impfen lässt, handelt verantwortungsvoll. So sehen es die Menschen in der kleinen Schlange. Sie gehen auch auf die Straße. Doch es ist eine Demonstration der anderen Art, der besonnenen. Wie von Heike Hegerlik. Mit ihrem Mann Dirk gehört sie zu den ersten Besuchern des neuen Impfzentrums in Nachrodt. Beide lassen sich boostern. Insgesamt 50 Impfungen wurden am Eröffnungstag in den in Windeseile neu gestalteten Räumen über der Lenneapotheke verabreicht. Ein großer Erfolg zum Start für das Team um Luka Daly, der das Impfzentrum federführend auf die Beine gestellt hat.

Die Räume an der Altenaer Straße 28 sind hell, groß und freundlich. Und natürlich ist zum Start noch vieles wuselig. Der Ablauf muss sich noch etwas einspielen. An der Anmeldung sitzt Sarah Hesse. Um den QR-Code kümmert sich Jutta Hombrecher, die Aufklärungsgespräche führt Dr. Michael Johannsen, Arzthelferin Vanessa Bode übernimmt das Impfen und PTA Friderike Pahl zieht die Spritzen auf. Für alles Organisatorische sind Luka und Jacqueline Daly vor Ort. Alle – das Impfteam und auch die Besucher –, sind gut gelaunt und erleichtert, dass mit dem Nachrodter Impfzentrum die Hausärzte in der Region entlastet werden können.

Start im Impfzentrum:  Besucher gut gelaunt und erleichtert

„Ich gehe davon aus, dass das Angebot auch viele Altenaer nutzen werden“, sagt Thomas Bender auf dem Weg zu seiner Booster-Impfung. Während viele Impfwillige am liebsten auf den Biontech-Impfstoff zurückgreifen, ist ihm das Vakzin egal. „Ich weiß nicht, was es mit dem Hype zu bedeuten hat. Ich habe auch zweimal Astra gut vertragen.“ Unterdessen empfängt Dr. Michael Johannsen die ersten Impflinge zum Gespräch. Der Rheumatologe, Unfallchirurg und Orthopäde wohnt in Nachrodt und ist gerade frischgebackener Pensionär. Der 67-Jährige war auch bereits als Impfarzt in Iserlohn, Lüdenscheid und Hagen tätig.

Dirk Hegerlik gehörte zu den ersten Impflingen im neuen Impfzentrum in Nachrodt-Wiblingwerde.
Dirk Hegerlik gehörte zu den ersten Impflingen im neuen Impfzentrum in Nachrodt-Wiblingwerde. © Fischer-Bolz

Die Impfwilligen können sich gut aufgehoben fühlen. Dr. Michael Johannsen ist auch vier Jahre den Notarztwagen in Norddeutschland gefahren. Und er lässt sich Zeit. „Es ist normal, wenn morgen kein normaler Tag ist“, sagt er zu Dirk Hegerlik und empfiehlt nach der Impfung keine körperlichen Aktivitäten. „Einfach es zwei, drei Tage gemütlich angehen lassen.“ Wenn man sich elend fühlt, dürfte man auf Paracetamol zurückgreifen, aber nicht auf Ibuprofen oder Diclofenac, „weil die die Reaktion im Arm verschlechtern“. Mit der dritten Impfung, so sagt Dr. Michael Johannsen, muss man keine Panik haben, im Krankenhaus zu landen. „Sie sind im megamäßig sicheren Bereich“, so der Arzt, der befürchtet, dass bereits in sechs Monaten an eine weitere Impfung gedacht werden muss. „Wir werden ab Februar die ersten neuen Impfstoffe bekommen, die für den neuen Virustyp wirksamer sind.“

Erst-, Zweit- und Boosterimpfungen sind bis Freitag, 17. Dezember, von 18 bis 20 Uhr möglich. Danach ist das Impfzentrum immer samstags und sonntags von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Termine gibt es unter www.lenne-apotheke-nachrodt.de.

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