„Etwas langweilig, aber sauber und ordentlich“

+
Birgit Hirt, Susanne Jakoby, Elfriede Sickart und Jens Philipp Olschewski nahmen die Rutsche an der Grundschule Nachrodt in Augenschein

Nachrodt-Wiblingwerde- Wohl dem, der immer einen Regenschirm zur Hand hat: Ein „ordentlicher Wolkenbruch“ hätte fast die Tour zu den Spielplätzen ins Wasser fallen lassen. Doch die Mitglieder des Sozial- und Kulturausschusses zeigten sich „tapfer“, entschieden sich für Plan B und kürzten die geplante Strecke etwas ab. Sehr viel zum Beanstanden gab es nicht.

 Der schönste Spielplatz – da waren sich alle Beteiligten sehr schnell einig – ist der Spielplatz In der Dellen. Großzügig, weitläufig, mit einer neue Kletterpyramide, Sitzgruppen, Kletterstangen, einem Trampolin und der Möglichkeit, auf der Wiese ein Picknick zu veranstalten, ist der Platz ein echter Hingucker.

Nicht so der Spielplatz an der Ehrenmalstraße schräg gegenüber der Grundschule. Das Drehrondel lässt sich wahrlich nicht mehr drehen und auch die Hütte ist kaputt. „Den Spielplatz sollten wir wirklich aufwerten“, schlug Susanne Jakoby als Ausschussvorsitzende vor. Im nächsten Haushalt soll, so die Überlegung, Geld für einige Neuanschaffungen bereitgestellt werden. Der Spielplatz auf dem Schulhof der Grundschule ist aus Sicht der Kinder etwas „mager“, das Klettergerüst zu klein geraten. Doch dieses hat allein schon 5900 Euro gekostet, sodass die Preisfrage letztendlich ausschlaggebend war. Dafür ist die Rutsche sensationell.

 Aus dem ehemaligen Spielplatz an der Schillerstraße ist mehr oder weniger eine Hundewiese geworden. 2012 hatte die Gemeinde den Platz aufgegeben, da es nicht mehr so viele Kinder in der Umgebung gab und der Spielplatz immer wieder vermüllt und zerstört wurde. Während der Sitzung des Sozial- und Kulturausschusses stellte Aykut Aggül nun für die SPD den Antrag, eine Bedarfsanalyse für den Platz an der Schillerstraße zu erstellen.

„Im Wohngebiet am Langenstück gibt es viele Kinder zwischen zwei und zehn Jahren, die jetzt einen Platz zum Spielen und Austoben benötigen“, so Aggül. „Dieser Platz wird von Hundebesitzern und ihren Vierbeiner genutzt und wird von den Mitarbeitern des Bauhofes sauber gehalten.“ Die Ausschussmitglieder stimmten einstimmig für eine Bedarfsanalyse, wenn auch Lars Wygoda für die CDU deutlich machte, dass „auch die Hunde irgendwo hinmüssen und die Hundebesitzer Steuern zahlen.“ Grundsätzlich zeigten sich die Kommunalpolitiker recht zufrieden mit dem Zustand der Spielplätze, wenn auch Susanne Jakoby sie „etwas langweilig“ findet. „Aber sauber und ordentlich“, meinte Hans-Jürgen Hohage für die UWG.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare