Barrierefreiheit Fehlanzeige!

Nachrodt: Die Rampe ist nicht das Problem – aber die Länge

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Eine Rampe, damit die Barrierefreiheit am kleinen Weg an der Ehrenmalstraße gewährleistet ist, wünscht sich die SPD. Aykut Aggül (links) und Ronny Sachse (Mitte) trafen sich deshalb mit Bauamtsleiter Dirk Röding (rechts).

Nachrodt-Wiblingwerde - Sie ist nicht die schönste Treppe in Nachrodt. Und an einigen Stellen auch kaputt. Aber das ist nicht das Hauptproblem. Die kleine Treppe an der Ehrenmalstraße, die zum Jugendzentrum bzw. zur Bücherei und auch zum katholischen Kindergarten führt, ist nicht tauglich für Familien mit Kinderwagen, Gehbehinderte, Rollator-Nutzer oder Rollstuhlfahrer. Sie alle scheitern an den acht Stufen.

Rauf und runter natürlich gleichermaßen. Genau deshalb waren Aykut Aggül und Ronny Sachse stellvertretend für die SPD-Fraktion mit Bauamtsleiter Dirk Röding vor Ort. Die Sozialdemokraten hatten die Idee und stellten den Antrag, eine Rampe zu erstellen, damit die Barrierefreiheit gewährleistet wird.

Dirk Röding erläutert

„Die Rampe selbst ist nicht das Problem. Es ist die Länge“, erklärte Bauamtsleiter Dirk Röding. Denn eine behindertengerechte Rampe dürfe nicht mehr als sechs Prozent Steigung haben. Überbrückt werden müsste ein Höhenunterschied von 1,60 Metern. Schon allein 17 Meter lang wäre die Rampe bei einem einzigen Meter Höhenunterschied. Kurz und gut: Die Rampe würde bis ans Jugendzentrum reichen. Das ist nicht umzusetzen. Zudem gibt es Garagen mit Lüftungsgittern an einer Seite, sodass ein Anfüllen nicht möglich ist.

Stützwand

Auf der anderen Seite müsste man eine Stützwand errichten. Ein ernüchterndes Ergebnis, denn „es ging uns ja darum, es möglichst unkompliziert zu halten“, meinte Ronny Sachse. „Aber es muss natürlich auch im Verhältnis stehen.“ Kosten und Aufwand sind das augenscheinlich nicht. „Natürlich möchte man eine Verbesserung. Aber wir können auch nicht 100000 Euro für eine Rampe ausgeben. Das würden die Leute mit recht nicht verstehen“, sieht Ronny Sachse die Angelegenheit nüchtern. Und nun soll der Bauhof die Schadstellen an der Treppe ausbessern, den zu kurzen Handlauf auf der einen Seite verlängern, auf der anderen Seite einen neuen abringen. „Wichtig bei allen zukünftigen Projekten, die man in Angriff nimmt, ist, dass die Barrierefreiheit gegeben ist“, so die Sozialdemokraten.

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