Gemeinde will Vorhaben bis 2030 umsetzen

19 Projekte für die Zukunft: Doch reicht das Geld?

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Eines der vorrangigsten Projekte: das Amtshaus.

Nachrodt-Wiblingwerde – Rastatt, Amtshaus, Bürgerhaus: 19 Projekte will die Gemeinde bis 2030 umsetzen. Doch das Problem ist das Geld.

Spiel- und Sportstätten, Rastatt, Amtshaus, Bürgerhaus: Es geht um viele bedeutende Vorhaben und um lange Zeiträume. In der Sekundarschule hat das Abschlussforum für das Integrierte Kommunale Entwicklungskonzept (IKEK) stattgefunden. 

Raumplaner Thomas Scholle vom Dortmunder Büro plan-lokal fasste zusammen, wie die Lebensqualität für Berg und Tal zukunftssicher gemacht werden soll und was dafür in der Doppelgemeinde zu tun ist. 

Enge Zusammenarbeit mit Städten und Gemeinden 

Zu den Hintergründen: Demografischer Wandel, soziale Veränderungen, Klimawandel. Der Umgang mit diesen und anderen Prozessen finde vor allem auf Ebene der Städte, Gemeinden und Quartiere statt, sagte Scholle. Dabei könne nicht von einheitlichen Trends ausgegangen werden: Je kleinräumiger die Betrachtung, desto vielfältiger und unterschiedlicher die Probleme. Ansatz seines Büros ist es, das Augenmerk auf die konkreten Herausforderungen für die einzelnen Orte zu legen – „angefangen bei Mikroraumstrukturen über Quartiere bis hin zum gesamtstädtischen Raum.“ In enger Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden entwickele man dann Konzepte.

 „Ziel ist es immer, maßgeschneiderte Lösungsansätze gemeinsam mit den Akteuren vor Ort zu erarbeiten. Bei allen Planungsprozessen stehen Kommunikation und Mitwirkung im Mittelpunkt unserer Arbeit“, betonte Scholle. 

Kraftakt für die Gemeinde

Das Entwicklungskonzept soll der Doppelgemeinde dabei helfen, Fördermittel zu erhalten. Es gebe rund 400, sagte Bürgermeisterin Birgit Tupat. Da brauche man schon Spezialisten, um bei diesen vielen verschiedenen Töpfen den Überblick zu behalten. Eine Aufgabe, die unter anderem das City-Management übernehmen soll. Dessen Leistungen sollen stundenweise eingekauft werden. 

Das Entwicklungskonzept dient als Orientierung für die räumliche Entwicklung der nächsten 15 bis 20 Jahre und ermöglicht es der Gemeinde, eben diese finanzielle Unterstützung zu erhalten. 

In der Liste stehen 19 Projekte, für die bis 2030 geplant sind. Die Förderungen können 80 bis 90 Prozent der Kosten abdecken. Innerhalb des Konzeptes sind die Vorhaben in die Prioritäten A, B und C eingeteilt, wobei A vorrangig ist. Vorhaben der Priorität A sollen bis 2025 umgesetzt werden.

Es gibt allerdings ein Problem, dass die Bürgermeisterin auf den Punkt brachte: „Es geht um mehrere Millionen Euro.“ Und das bedeutet einen riesigen Kraftakt für die finanziell stark angeschlagene Gemeinde.

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