TuS Nachrodt: Niemand für Chefposten in Sicht

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Beliebter Sportverein: der TuS Nachrodt hat 869 Mitglieder.

Nachrodt-Wiblingwerde – In zwei Jahren hört Heinz Even auf. Dann braucht der größte Verein der Gemeinde einen neuen Chef. Doch so recht will niemand.

Zwei Jahre haben die Mitglieder des TuS Nachrodt-Obstfeld nun Zeit, einen Generationenwechsel im Vorstand vorzubereiten. Der Vorsitzende Heinz Even betonte, dass er dann definitiv nicht mehr zur Verfügung stehe. 

„Es ist Zeit für Jüngere. Es wäre schön, wenn sich jemand fände, der das Amt übernimmt“, erklärte Heinz Even im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Gesamtvereins im katholischen Vereinshaus. Die anwesenden Mitglieder wählten den Vorsitzenden sowie Kassierer Axel Koch einstimmig wieder.

"Man lässt sich gerne beturnen"

„Ich bin gerne bereit, in den zwei Jahren einen Interessenten für das Amt einzuarbeiten“, bot Heinz Even an. Doch im Saal schien sich niemand um den Posten zu reißen. 

Der Vorsitzende fand deutliche Worte: „Ohne Vorstand und Übungsleiter geht es in einem Verein nicht. Man lässt sich gerne beturnen, aber Verantwortung will keiner übernehmen,“ 

Kassierer Axel Koch berichtete zudem von weiter sinkenden Mitgliederzahlen: „Wir mussten im letzten Jahr 101 Abgänge verzeichnen. 69 Zugänge wurden registriert. Das macht ein Minus von insgesamt 32 Mitgliedern.“ Somit zählte der Verein zum Jahresende insgesamt 869 Mitglieder. 

Schwimmabteilung wächst

Lediglich eine Abteilung wachse derzeit: die Schwimmer. „Wir könnten bestimmt auch noch mehr machen. Aber zeitlich ist das einfach nicht drin“, erklärte Abteilungsleiterin Martina Wruck. 

Die Kinder aus den Seepferdchen-Kursen blieben fast alle im Anschluss im Verein, sodass es jede Menge Nachwuchs gebe. Der Aufwand sei enorm. „Wir müssen immer mit vielen Übungsleitern im Bad sein. Im Wasser muss man immer alles im Blick behalten“, erklärte Martina Wruck. 

Ausgezeichnet: Im Rahmen der Jahreshauptversammlung des TuS Nachrodt wurden langjährige Mitglieder geehrt.

Gut laufe es auch in den Gesundheitsabteilungen, bei den Jedermännern, dem Mutter-Kind-Turnen und bei den Kindergartenkindern. Zum Geräteturnen kämen derzeit sogar 40 Mädchen zwischen fünf und 14 Jahren. Bei der Leichtathletik fehlten Jugendliche. Zum Training am Freitagabend kämen immer nur vier bis acht junge Sportler. 

Defi kommt

Für 2020 ist auch schon einiges geplant. Heinz Even berichtete beispielsweise von der Anschaffung eines Defibrillators für die Turnhalle. Er soll im Übungsleiterraum aufgehängt werden. Entsprechende Schulungen für Übungsleiter sind ebenfalls geplant. 

Die nächsten Veranstaltungen finden am 27. März statt: Am Nachmittag sind die Mitglieder zum Ostereierschießen eingeladen. Ab 18 Uhr findet in der Lennehalle das Volleyballturnier der jungen Jedermänner statt. „Acht Mannschaften haben sich bereits angemeldet. Das Interesse war noch größer, aber mehr schaffen wir zeitlich nicht“, erklärte Abteilungsleiter Jörg Tybussek.

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