So läuft's bei der Kinderfeuerwehr nach knapp einem Jahr

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Das Geschenk nehmen die Kinder gern entgegen.

Nachrodt-Wiblingwerde – Knapp ein Jahr gibt es nun die Kinderfeuerwehr. Damals war der Ansturm groß. Nun gab es zum Einjährigen schon das zweite große Geschenk.

Sie sind schon seit zehn Monaten regelmäßig im Einsatz, aber nun auch endlich vollständig ausgerüstet. Nach einem Mannschaftstransportwagen sind nun auch Uniformen an die Mitglieder der Kinderfeuerwehr übergeben worden. In Rot und Schwarz gehalten, hat der neue Dress eine markante Farbgebung. 

Unterstützt wurde die Anschaffung der Uniformen durch eine Spende der Sparkasse. Zur Übergabe kam Michael Plassmann zum Feuerwehrgerätehaus. Im Gepäck der Filialleiter der Sparkasse an der Lennebrücke einen Scheck über 750 Euro. 

Die Summe wurde entgegengenommen von Gemeindebrandinspektor Mark Wille, seinem Stellvertreter Sascha Panne und dem Betreuerteam Svenja Lüno, Celina Klatt, Lisa Murza, Michelle Mickoleit und Manuel Nowak. 

Mädchen mögen es schick

Bei der Auswahl der Uniformen habe man auch durchaus Rücksicht auf den modischen Geschmack des Feuerwehrnachwuchses genommen, berichtete Mark Wille: „Die Mädchen wollten nicht so pumpige Hosen.“ Also setzte man hier auf anders geschnittene Beinkleider. 

Die Freude über die neuen Uniformen war spürbar. Zum Feuerwehrdress kam noch jeweils ein farblich passender Rucksack, den Sandra Heisler spendierte. Das spielerische Heranführen der Kinder an die Arbeit der Feuerwehr steht bei den Übungsnachmittagen im Vordergrund. Sie finden alle 14 Tage ab 16.30 Uhr statt, mal in Wiblingwerde, mal in Nachrodt. 

Richtiges Verhalten bei Gefahren im Alltag, Brandschutz- und Verkehrserziehung, Erste Hilfe und Umweltschutz sind einige der Themen, die auf dem Dienstplan der Kinder stehen. Aber nicht nur das. Auch Basteln, Malen, Backen, Spiel und Sport kommen nicht zu kurz. „Der Spaß steht absolut im Vordergrund“, sagt Svenja Lüno vom Betreuerteam.

 „Und es sollen Teamgeist, Kameradschaft, Disziplin und ehrenamtliche Hilfsbereitschaft im dörflichen Zusammenleben gefördert werden.“ In der Kinderfeuerwehr können Kinder zwischen sechs und zehn Jahren Mitglied werden. Ab zehn Jahren können sie dann in die Jugendfeuerwehr aufrücken, dabei gibt es eine Übergangsphase von bis zu zwei Jahren.

35 Kinder wollten mitmachen

Dort geht es dann schon deutlich mehr wie bei den erwachsenen Feuerwehrkräften zu. Während ihrer Zeit in der Jugendfeuerwehr durchlaufen die Jugendlichen bereits die Ausbildung zur Feuerwehrfrau oder zum Feuerwehrmann. 

Mit 18 Jahren können sie dann in den aktiven Dienst der Einsatzabteilung wechseln und sind dort dank der Ausbildung in der Jugendfeuerwehr sofort eine wichtige Hilfe für ihre älteren Kameraden. 

Das ist für 18 Kinder aber noch Zukunftsmusik. Die Kinderfeuerwehr steuert nun auf ihr einjähriges Bestehen zu. Offiziell gegründet wurde sie am 28. Oktober 2018. Das Interesse der Junioren aus der Doppelgemeinde war groß: 35 Mädchen und Jungen wollten zum Start bei dieser Einheit mitmachen. 

Auswahl nach bestimmten Faktoren

Die Aufnahmekapazität ist jedoch begrenzt, also musste entschieden werden, wer in den Kader kommt. Dabei wurde darauf geachtet, dass es auf der einen Seite eine altersmäßig ausgewogene Verteilung der Neuzugänge gab, auf der anderen Seite darauf, dass die Mädchen und Jungen zu gleichen Teilen aus Nachrodt und aus Wiblingwerde kommen. 

Mittlerweile gibt es bereits 66 Kinderfeuerwehren in NRW mit rund 1800 Mädchen und Jungen sowie 500 Betreuern. Mit der hiesigen stellt nun auch die kleinste Gemeinde im Kreis eine eigene Nachwuchsgruppe.

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