Café Kult öffnet heute

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Karin Zein-Haßler eröffnet heute das Café Kult.

Nachrodt-Wiblingwerde –  Karin Zein-Haßler eröffnet heute ein neues Café. Das Café Kult. Sie will damit auch einen sozialen Zweck erfüllen.

Heute wird in Wiblingwerde das Café Kult eröffnet. Karin Zein-Haßler freut sich riesig darauf, in der ehemaligen Bäckerei Friedrich im Dorfkern einen Treffpunkt mit Bäckerei, Köstlichkeiten und den einen oder anderen Überraschungen zu eröffnen. 

Die gelernte Bäckereifachverkäuferin hat ihren Job in der Bäckerei Büsch in Hagen aufgegeben, um in Wiblingwerde den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. „Ich liebe diesen Ort, ich liebe dieses Leben hier. Ich würde niemals wegziehen. Das ist meine Heimat“, sagt Karin Zein-Haßler und möchte mit ihrem Café dazu beitragen, dass der Dorfkern nicht weiter ausstirbt. „Es muss doch hier etwas geben, wo sich die Menschen wohlfühlen“, sagt die Mama von zwei erwachsenen Söhnen.

Torten nach besonderer Rezeptur

Als „absoluten Knaller“ wird ein Konditor Torten nach den Rezepten von Rainer Merz anbieten. „Rainer überwacht die Produktion“, verspricht Karin Zein-Haßler. Sie ist übrigens ein Knerlinger Kind. Und in Altena kennt man sich natürlich. 

Der Name „Kult“ steht für Karin Zein-Haßler nicht für cool oder kultig, sondern für kulturell. Sie will „kulturelle Werte erhalten“. Und so gibt es auch keine extrem-ungewöhnlichen Dinge im Angebot, wie Cappuccino mit Vanille beispielsweise, sondern „Gutes mit Qualität“. 

Neben Brot und den Merz-Torten, besonderen Tee-Sorten und einem großen Frühstücksangebot bietet die Veserderin in Wiblingwerde aber noch ein weiteres Highlight: die „Kaffee- to-go-Becher“. Sie sind aus Kunststoff. Wer einen Becher kauft, zahlt einen Euro Pfand: Der Becher wird beim nächsten Besuch gegen einen sauberen ausgetauscht. „Nur der Deckel wird gewechselt.“ 

Durchgehend geöffnet

Von 6 Uhr in der Früh bis 18 Uhr am Abend ist das Café Kult durchgehend geöffnet. An allen sieben Tagen in der Woche. Karin Zein-Haßler hat die Arbeitsplätze erhalten, die es bei Friedrichs gab. Erika Winkelmann und Ingrid Kock sind zunächst als Aushilfen im Café. 

Völlig verändert sind die Räumlichkeiten übrigens nicht. Natürlich wurde in den vergangenen sechs Wochen renoviert. Das Mobiliar wurde ausgebessert und umgestellt. Es gibt auch einen neuen Teppich. Backofen und Grillplatte sind ebenfalls neu. Darauf werden Rührei und der Stramme Max gezaubert.

„Sollten über mittags Leute kommen, werde ich das Angebot erweitern“, sagt Karin Zein-Haßler, die übrigens keine Probleme aufgrund von zwei Bäckern am Ort sieht: „Wenn man gut und fleißig ist, ist für alle Platz.“ Mit 57 Jahren ist Karin Zein-Haßler in einem Alter, in dem sie weiß, was wichtig ist. Familie und Freundschaft zum Beispiel. 

Freunde geben Mut und Rückhalt

Aber auch ihr Glaube gibt ihr Rückhalt. „Ich habe zwei beste Freunde: Jorge Floriano und Heidelinde Wachsmuth. Die beiden haben mich dazu gebracht, dass ich diesen Laden hier übernehme. Sie haben gesagt, dass ich das rocken werde“, sagt Karin Zein-Haßler und lacht. Sie ist dankbar für die Rückendeckung. 

Apropos Rückendeckung: Die Brotmaschine war kaputt. Und es sah so aus, als würde die Reparatur nicht mehr bis zur Eröffnung klappen. „Frau Kock wollte schon ihre Brotmaschine von zu Hause mitbringen“, erzählt Karin Zein-Haßler. Doch die Firma Gundermann half ihr aus der Patsche. „Da ist der Sohn sofort gekommen, hat über sein PayPal-Konto für mich bezahlt, damit der Schalter gestern Abend noch geliefert und heute Morgen eingebaut werden konnte. Das ist das Leben in Wiblingwerde. Das ist das Schöne hier.“ 

Mit Freude und Dankbarkeit geht Karin Zein-Haßler heute an den Start. Und hofft, dass die Menschen gerne kommen – in das Café Kult in Wiblingwerde.

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