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Nachrodt bekommt ein eigenes Impfzentrum

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Apothekerin Jacqueline Daly initiiert ein Impfzentrum in Nachrodt-Wiblingwerde.
Apothekerin Jacqueline Daly initiiert ein Impfzentrum in Nachrodt-Wiblingwerde. © Susanne Fischer-Bolz

Nachrodt-Wiblingwerde bekommt ein eigenes Impfzentrum. Los geht es am Dienstag, 14. Dezember, über der Lenne-Apotheke. Initiiert hat Apothekerin Jacqueline Daly das Impfzentrum. Die Öffnungszeiten dort sind besonders arbeitnehmerfreundlich.


Nachrodt-Wiblingwerde – Es ist die Nachricht des Tages: Nachrodt bekommt ein eigenes Impfzentrum. Mitten im unteren Gemeindebezirk. Eröffnung ist bereits am Dienstag, 14. Dezember, in den Räumen über der Lenne-Apotheke an der Altenaer Straße 28.

Initiiert von Apothekerin Jacqueline Daly, werden Erst-, Zweit- und Boosterimpfungen von Dienstag bis Freitag (17. Dezember) jeweils von 18 bis 20 Uhr von zwei Ärzten verabreicht. Danach ist das Impfzentrum immer an den Wochenenden geöffnet – und zwar samstags und sonnstags von 13 bis 18 Uhr.

Anmeldungen online möglich

„Wir haben auch einen Wartebereich drinnen, so dass niemand frieren muss“, freut sich Jacqueline Daly, dass sie und ihr Sohn vom Märkischen Kreis beauftragt wurden, die Impfstelle aufzubauen. Sie selbst impft nicht. „Gesetzlich darf ich das ja noch gar nicht“, sagt die Apothekerin. Start ist mit zwei Ärzten aus der Region.

Wer geimpft werden möchte, kann sich über die Plattform der Lenneapotheke online anmelden. „Das bauen wir gerade auf“, erzählt Jacqueline Daly. Wie bei den Corona-Tests, die die Apotheke anbietet, können dann auch Impftermine gebucht werden. Man darf sich sogar den Impfstoff – Moderna oder Biontech – aussuchen, wenn er denn immer vorrätig ist.

Impfzentrum: Weitere Unterstützer gesucht

„Wir möchten einen Beitrag dazu leisten, dass möglichst viele Menschen geimpft werden können. Wir haben die Räumlichkeiten, wir machen es gern. Ich denke, dass die Ärzte so auch entlastet werden“, sagt Jacqueline Daly und betont, dass das Impfzentrum von der Lenneapotheke komplett abgekoppelt ist.

Neben den Ärzten sind auch Mitarbeiter in Nachrodt, die schon in Impfzentren gearbeitet haben. Gesucht werden aber auch noch weitere Unterstützer: Ärzte, medizinisches Personal, technische Assistenten. Die wichtigsten Fragen rund um das neue Impfzentrum hat der Märkische Kreis auf Anfrage beantwortet.

Welche Voraussetzungen gibt es für ein neues Impfzentrum?

Voraussetzung ist der 10. Impferlass, der die Beauftragung von Apotheken als Leistungserbringer nach der Coronaschutzverordnung ermöglicht. Mit der Beauftragung ist die Apotheke einem niedergelassenen Arzt gleichgestellt. Die Apotheke gewährleistet die Impfstoffbestellung; dass ein Arzt bereit steht (in der Regel Ärzte in Rente oder ohne Kassenzulassung); die komplette Verwaltung: Terminverwaltung, Registrierung, Dokumentation sowie die tägliche Meldung der Impfungen an das RKI und die Abrechnung mit der KVWL.

Wie läuft die Finanzierung?

Die Abrechnung erfolgt mit der Kassenärztlichen Vereinigung. Pro Impfung gibt es 28 Euro, am Wochenende und an Feiertagen 36 Euro.

Starten auch andere Apotheker im Kreis durch? Muss der Kreis die Werbetrommel rühren?

Bisher gibt es kreisweit zehn Beauftragungen. Es melden sich aber immer mehr Interessenten. Der Prozess ist sehr dynamisch. Der Kreis veröffentlicht alle Impfangebote auf seiner Homepage unter www.maerkischer-kreis.de/corona/impfungen/index.php.

Werden die Impfbusse trotzdem nach Nachrodt und Altena kommen?

Ja. Der Märkische Kreis setzt weiterhin zwei Impfbusse ein, um ein niederschwelliges Impfangebot vor Ort zu machen. In Nachrodt wird der Impfbus am Montag, 13. Dezember, von 13 bis 16 Uhr an der Lennehalle stehen. In Altena sind in dieser Woche 154 Impfungen am Impfbus erfolgt.

An den Impfbussen, bei den Hausärzten und in den neuen Impfstellen gilt noch die Sechs-Monate-Regel zur Booster-Impfung. Was ist die Position des Kreises dazu?

Nach Absprachen mit dem Gesundheitsministerium werden in den Impfbussen des MK seit dem 9. Dezember die Auffrischungsimpfungen bereits nach fünf Monaten durchgeführt.

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