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Aufnahme von Kriegsflüchtlingen: Rat bereitet Resolution vor

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Einigkeit herrschte im Sozialausschuss   - hier Christiane Lange (links) und Petra Triches (beide UWG)
Einigkeit herrschte im Sozialausschuss - hier Christiane Lange (links) und Petra Triches (beide UWG) © Fischer-Bolz, Susanne

Tausende Menschen fliehen aus der Ukraine und suchen Schutz vor den russischen Truppen. Die Kommunen wollen und werden helfen. Auch Nachrodt-Wiblingwerde.


Nachrodt-Wiblingwerde –„Wir haben Wohnungen zur Verfügung, die wir für Flüchtlinge beschlagnahmen können“, so Bürgermeisterin Birgit Tupat im Sozial- und Kulturausschusses, nachdem die SPD-Fraktion das Thema kurzfristig auf die Tagesordnung gebracht hatte.

Übersicht behalten

„Viele rechnen aber auch damit, dass viele Frauen und Kinder aus der Ukraine im Bereich der polnischen Grenze bleiben wollen, um möglichst schnell zurückkehren zu können“, sagt Birgit Tupat. Die Gemeinde würde über den Städte- und Gemeindebund ständig auf dem Laufenden gehalten. Und die Verteilung der Flüchtlinge, so erklärte Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz, sollte explizit übers Ministerium laufen, damit die Übersicht gewahrt bleibe.

„Es geht um ein politisches Zeichen“

Ausschuss-Vorsitzender Christian Pohlmann machte das Anliegen der SPD deutlich: „Es geht um ein poltisches Zeichen. Das Leid der Menschen in der Ukraine ist unerträglich. Wir stehen solidarisch an der Seite der ukrainischen Menschen, die jetzt Hilfe brauchen.“ Dass man Flagge zeigen muss, findet auch Ulrich Gülicher (CDU): „Wir sollten ein Statement im Rat abgeben. Gemeinsam für die Ukraine. Neben der Aufnahme von Flüchtlingen könnte man auch Spenden sammeln.“

Kleiderspenden

Es gibt augenscheinlich keine zwei Meinungen über den Krieg in der Ukraine. „Jeder von uns hat in den letzten Tagen das Elend gesehen, das dort herrscht. Dass wir alle unterstützen wollen, steht außer Frage. Auch in Nachrodt-Wiblingwerde wird schon Kleidung für die Frauen und Kinder gesammelt und werden Transporte nach Polen organisiert“, sagt Bürgermeisterin Birgit Tupat.

Gemeinsame Resolution

Einen offiziellen Beschluss, dass die Gemeinde im Rahmen ihrer Kapazitäten bereit ist, Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine aufzunehmen, findet Aykut Aggül indes unnötig: „Es ist selbstverständlich.“ Stefan Herbel (CDU) schlug eine gemeinsame Resolution des Rates vor, „dass das Handeln des Despoten verurteilt.“ Darauf einigte man sich in der Doppelgemeinde dann einstimmig.

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