Sanierung dauert Jahre

Nach der Flut: Erschreckende Zustände auf Nachrodts Straßen

Das Hochwasser und seine Folgen in Altena und Nachrodt
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Riesige Schäden hinterließ das Hochwasser an Nachrodts Straßen - nicht nur an der B236

Das Ausmaß der Schäden ist riesig, das die Flut in Nachrodt hinterlassen hat. Etliche Straßen und Bäche sind massiv beschädigt. Die Sanierung wird Jahre dauern. Ein Überblick über den aktuellen Stand.

Nachrodt-Wiblingwerde – Der Hallenscheider Weg ist nicht mehr als ein Schatten seiner selbst und liegt seit dem Unwetter in Trümmern. Auch an vielen anderen Stellen gibt es große Schäden an öffentlicher Infrastruktur. Eine Zusammenfassung der Probleme gab es am Montagabend im Rahmen der Sitzung des Rates. Bauamtsleiter Dirk Röding hatte das ganze Dilemma zusammengefasst. Jahre wird die Sanierung voraussichtlich dauern.

Eine gute Nachricht überbrachte Bürgermeisterin Birgit Tupat aber auch: Bundestag und Bundesrat wollen in dieser Woche den Fluthilfefonds in Höhe von 30 Milliarden Euro verabschieden. Darunter fallen dann auch die Schäden in der Gemeinde in Höhe von rund acht Millionen Euro. Ein Überblick über die aktuelle Situation in der Doppelgemeinde:

Eickhoff wieder erreichbar

Becke: An verschiedenen Stellen ist die hangseitige Böschung abgerutscht. Insgesamt ist die Straßenoberfläche in einem sehr schlechten Zustand. Brenscheider Mühle: Ein Brückenbauwerk muss abgebrochen und für eine Übergangszeit durch eine Bachverrohrung ersetzt werden. Die Kleinkläranlage wurde zwischenzeitlich wieder durch Wasserbausteine gesichert.

Ehrenmalstraße: Im Bereich der noch auszuführenden Hangsicherung ist es zu einem Erdrutsch gekommen. Der Bereich soll durch eine Spritzbetonvernagelung und Felsdrahtsicherung dauerhaft gesichert werden. Die untere und die obere Zufahrt zum Hof am Eickhoff wurden weggespült. Mittlerweile ist die Zufahrt von unten wieder möglich. Von oben allerdings klafft ein großes Loch dort, wo eine Straße war.

Hallenscheider Weg muss saniert werden

Hallenscheider Weg: Unterhalb der Reithalle ist die Böschung abgerutscht, so dass die Straße keine Standfestigkeit mehr hat. Im weiteren Verlauf Richtung Opperhusen hat es erhebliche Ausspülungen gegeben, die zu Verwerfungen geführt haben. Eine Sanierung der Straße ist unumgänglich.

Hemecke: Das Bankett der Straße wurde an beiden Seiten weggespült und die Bachverrohrungen haben sich zugesetzt. Die Bankette werden derzeit verfüllt und die Verrohrungen wird wieder freigelegt. Das Brückenbauwerk über dem Nahmer Bach wurde zerstört und soll für eine Übergangszeit durch eine Bachverrohrung ersetzt werden.

Fischteich: Pachtvertrag wird aufgelöst

Hermann-Löns-Weg: In Teilbereichen hat die talseitige Böschung nachgegeben und muss wieder stabilisiert werden. Kreinberger Weg: Unterhalb der Fischteiche hat es Unterspülungen der Straße gegeben. Der Bereich muss komplett saniert werden. Im Vorfeld werden die Stadtwerke dort Versorgungsleitungen verlegen.

Der Fischteich wurde mit Geröll zugespült. Mit dem Pächter wurde vereinbart, den Pachtvertrag aufzulösen. Im weiteren Verlauf der Straße wurden die Bankette weggespült und der Bach hat die Böschungen an einigen Stellen bis an die Straßenkante weggespült. Mittlerweile wurde die Straße im Bereich der Fischteiche verbreitert, um die Befahrbarkeit für große Baufahrzeuge zu ermöglichen. Die Bankette wurden aufgefüllt und die Straßenböschungen gesichert.

Wördener Bach muss saniert werden

Schmalsgotte: An zwei Stellen haben sich Zuläufe zu Bachverrohrungen zugesetzt. Sie sind mittlerweile wieder freigelegt. Es sind neue Einlaufbauwerke zu errichten.

Wördener Bach: An mehreren Stellen haben sich Straßendurchlässe zugesetzt und die Straße wurde unterspült. Das hat zu Verwerfungen des Straßenbelags geführt. In diesen Bereichen muss die Straße saniert werden. Mittlerweile sind die Durchlässe wieder freigelegt und das Geröll im Bereich des Bachs wurde beseitigt. Teilweise müssen Durchlässe erneuert und neue Einlaufbauwerke installiert werden.

Waldwege: Schaden wird noch ermittelt

Waldwirtschaftswege: Der Revierförster ist derzeit noch damit befasst, eine Schadensaufstellung anzufertigen. Helbecke Kanal: Durch den Kreinberger Bach wurde ein Schachtbauwerk des Hauptsammlers verschoben. Der Schaden wurde sofort behoben.

Wixberg: Dort hat sich eine Bachverrohrung zugesetzt. Mittlerweile wurde der Durchlass freigelegt und ein neues Einlaufbauwerk errichtet.

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