Sechsköpfige Familie verliert ihre ganze Wohnung

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Die Feuerwehr musste in Einsal am Montag einen Wohnungsbrand löschen.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Der Brand in einem Mehrfamilienhaus in Einsal am Montag hat nicht nur für erheblichen Schaden gesorgt, sondern auch zwei Familien vorübergehend wohnungslos gemacht. Bürgermeisterin Birgit Tupat musste die Sitzung des Planungs- und Bauausschusses vorzeitig verlassen, um sich um die Unterbringung der Betroffenen zu kümmern.

Als die Feuerwehr gegen 17 Uhr am Einsatzort eintraf, drang aus mehreren Fenstern des Mehrfamilienhauses dichter Rauch, während sich im Gebäude noch Menschen befanden. Mit Atemschutzgeräten ausgerüstete Feuerwehrtrupps drangen deshalb sofort ins Gebäude vor und führten zwölf Bewohner durch das Treppenhaus ins Freie.

Die Rauchentwicklung war so stark, dass die Feuerwehr zunächst davon ausging, dass vier Wohnungen nicht mehr bewohnbar seien. Letztlich konnten zwei Familien nicht mehr in ihre Wohnung zurückkehren. Besonders stark in Mitleidenschaft gezogen hatten Feuer, Rauch und Löschwasser die Wohnung, in der der Brand entstanden war. Sie wird wohl für längere Zeit unbewohnbar sein. Während die Mutter dieser Familie aufgrund erlittener Brandverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden musste, stand der Vater mit zwei Kindern zunächst auf der Straße. Vorübergehend kann diese Familie bei Angehörigen unterkommen, die im selben Haus wohnen. „Da hatten wir Glück, denn sonst hätte die Gemeinde dafür sorgen müssen, dass die Menschen zumindest für die nächste Nacht eine Schlafmöglichkeit haben“, sagte Bürgermeisterin Tupat.

Auch für eine sechsköpfige Familie, die eine Dachgeschosswohnung bewohnte, musste eine neue Bleibe gefunden werden. Die Gemeinde konnte sie vorübergehend in der Obdachlosenunterkunft an der Hagener Straße unterbringen. Mittlerweile hat diese Familie aber eine andere Wohnung in Aussicht, die vermutlich auch Anfang nächster Woche bezogen werden. „Aufgrund des Brandschadens und der schweren Rußbildung ist jedoch die komplette Wohnungseinrichtung verloren“, erklärte Fachbereichsleiter Axel Boshamer am Dienstag. Die Familie benötige deshalb vier Kinderbetten für Kinder im Alter zwischen zwei und zehn Jahren inklusive Bettzeug, ein Ehebett inklusive Bettzeug, einen Küchentisch mit Stühlen, einen Kühlschrank, einen Kinderschreibtisch, Kleiderschränke für sechs Personen, Wohnzimmermobiliar (Tisch, Sofa, Sessel, Schrank), einen Schultornister, Spielsachen für Kinder und Gardinen für die Fenster.

„Die Sachen sollten in gutem, gebrauchtem Zustand sein“, sagte Boshamer. Die Kleinteile können von der Familie direkt abgeholt werden, schwere Möbel würden Mitarbeiter des Bauhof abholen. Wer helfen möchte, kann sich an den Fachbereich Ordnung und Soziales der Gemeinde (Tel. 0 23 52/93 83 17) wenden. ▪ Volker Griese

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