Murza & Klatt GmbH im Insolvenzverfahren

Das Unternehmen an der Eichendorffstraße.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Über die Murza & Klatt GmbH an der Eichendorffstraße 7 ist in diesen Tagen das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet worden. Betroffen sind die Geschäftsführerin, der Geschäftsführer und fünf Mitarbeiter. Gut zehn Jahre war dieses Unternehmen im Geschäft.

Wie der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Jens Uwe Drowatzky auf Nachfrage erklärte, sei Ursache der Insolvenz wohl die Konzentration auf erneuerbare Energien im Heizungsbereich. Das hätte die Geschäftsführung mit aller Konsequenz betrieben. Als dann im Krisenjahr die Preise für Erdöl und Erdgas dann noch auf einem Niedrigstand und beispielsweise die Preise für Holzpellets sich verteuert hätten, habe das in der Konsequenz zu Umsatz- und Absatzproblemen geführt. Das habe der Betrieb nicht kompensieren können. Zumal andere Standbeine durch die Spezialisierung nicht vorhanden gewesen seien. Die Murza & Klatt GmbH verkaufte/montierte eben Pelletheizungen oder auch Solaranlagen für Warmwasser. Als nun ausreichend Aufträge ausblieben, habe die Geschäftsführung des Unternehmens frühzeitig Insolvenz angemeldet, berichtete Drowatzky.

Lob gab es für den Geschäftsführer und die Geschäftsführerin. „Die sind extrem kooperativ.“ So hätten sie sich um die Vermittlung ihrer Arbeitskräfte bei anderen Unternehmen gekümmert. Außerdem seien die ausgesprochenen Kündigungen in Aufhebungsverträge umgewandelt worden. Sogar der Auszubildende könne seine Ausbildung an einem anderen Ausbildungsplatz zu Ende bringen.

Ziel eines Insolvenzverfahrens ist es immer auch, einen Betrieb zu retten. Doch Drowatzky sagte, dass die Geschäftsführung nicht mehr vom Geschäfts-Konzept überzeugt sei. Dann habe auch der Kampf um eine Fortführung keinen Zweck. Aktuell wurden und würden noch Restaufträge in dem Unternehmen abgewickelt. Nach Einschätzung von Drowatzki sei der wirtschaftliche Schaden aus der Insolvenz wohl „sehr überschaubar“.

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