Müntefering unterstützt Michael Scheffler

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Prominente Unterstützung erhielt Michael Scheffler, SPD-Landtagskandidat, am Samstagnachmittag in der Rastatt. Franz Müntefering, ehemaliger Bundesvorsitzender der Partei und ehemaliger Bundesminister, nahm sich fast zwei Stunden Zeit und warb kräftig für seinen Parteigenossen. Mit Dagmar Freitag (MdB) und Altenas Ex-Bürgermeister Günter Topmann konnte die Fraktionsvorsitzende der SPD Nachrodt-Wiblingwerde, Susanne Jakoby, zudem zwei weitere Ehrengäste begrüßen.

Pünktlich um 15 Uhr rollte der Wagen Münteferings an der Rastatt vor. Bei strahlendem Sonnenschein nahmen Michael Scheffler und Dagmar Freitag den Ehrengast in Empfang. Die Begrüßung im mit fast 100 Parteifreunden gefüllten Saal übernahm Susanne Jakoby.

Münteferings frei vorgetragene Wahlkampfrede wurde anschließend immer wieder vom Applaus der SPD-Anhänger unterbrochen. „Wir müssen die Koalition in Düsseldorf zerdeppern“, rief der ehemalige Parteivorsitzende am Ende seinen Parteifreunden zu. Zuvor hatte „Münte“ kräftig für Michael Scheffler geworben: „Wir kennen uns schon sehr lange und wir brauchen wieder einen guten sozialdemokratischen Sozialpolitiker im Landtag.“ Weitere Themen seines Vortrags waren die Energiepolitik („Atomkraft ist keine Lösung.“), die maroden Kommunalfinanzen und die Bildungspolitik. Müntefering nannte die Steuersenkungen der Bundesregierung von 16 Milliarden Euro „unverantwortlich“ und sprach sich gegen die von der Landesregierung beschlossene Aufhebung der Schulbezirke aus: „Die Gesellschaft muss miteinander groß werden.“

Abschließend warnte der Ex-Parteichef eindringlich davor, den Rechtsextremismus zu leicht zu nehmen. „Ganz klare Linie. Unsere Kinder dürfen nicht mit diesem Gedankengut verseucht werden.“, warnte der Minister a.D. vor den Werbern der rechten Parteien.

Im anschließenden kurzen Gespräch mit dem AK warb der Ehrengast ebenfalls für Scheffler. Auf die Frage nach seinem wichtigsten Anliegen im NRW-Wahlkampf antwortete Müntefering: „Michael Scheffler zieht in den Landtag ein und Hannelore Kraft wird Ministerpräsidentin.“ Als sein wichtigstes Thema im Wahlkampf nannte er die Bildungspolitik und dabei „besonders die Vorschulzeit.“ „Wir haben die Chance die Unionsmehrheit im Bundesrat zu brechen und können damit die Kopfpauschale und den Ausstieg aus dem Atomausstieg verhindern.“, konnte das SPD-Urgestein auch weitere Wahlziele klar benennen. Mit knappen und deutlichen Worten antwortete Müntefering auf die Fragen nach dem Umgang mit der Partei „Die Linke“: „Kein Umgang!“ Zu seiner heutigen Verbundenheit ins heimatliche Sauerland befragt, gab sich der geborene Neheimer locker: „Ich bin ja immer wieder hier und in meinem Wahlkreis noch sehr engagiert.“ Die Potenziale der Region sieht Müntefering in der „hohen Verlässlichkeit, denn die Sauerländer sagen das, was sie meinen.“

Nach den Redebeiträgen von Michael Scheffler und Dagmar Freitag, sowie einigen Fragen durch die Besucher war der Nachmittag bei Kaffee und Kuchen auch schon wieder beendet. Zum Abschluss durfte das obligatorische Foto mit dem Landtagskandidaten und der örtlichen SPD-Fraktion nicht fehlen. Mit der Frage nach den Bundesligaergebnissen stieg „Münte“ zu seinem Fahrer wieder in den Wagen.

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