Revierförster sauer: Spritzen und anderer Müll im Wald

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Revierförster Christof Schäfer vor dem Müll- Desaster mitten im Wald.

Nachrodt-Wiblingwerde - „Manchmal glaube ich, dass das reine Schikane ist, um der Gesellschaft zu schaden.“ Revierförster Christof Schäfer ist sauer. Karl-Heinz Tacke hatte ihn gerufen, weil wieder einmal jemand seinen Müll im Wald abgeladen hat. Dieses Mal handelte es sich allerdings nicht um Möbel, Reifen, Waschmaschinen oder sonstiges, sondern um ganz einfachen Haushaltsmüll.

An der kleinen Straße Richtung Kreinberg, etwas oberhalb der Teiche, hat jemand großzügig seinen Müll verteilt. Darunter unzählige ungebrauchte Pampers, ein altes Handy, ein Portemonnaie, in dem sogar noch ein paar Cent sind, Kinderzeichnungen und Kleidung – das alles zwischen normalem Haushaltsmüll.

Anhaltspunkte auf den Verursacher

 „Allein die Pampers haben ja schon einen Wert“, sagt Schäfer. Wie jemand Dinge mit Wert einfach im Wald entsorgen kann, ist ihm ein Rätsel. Bei den Preisen, die auf den Dingen zum Teil stehen, sollte es selbst möglich sein, den Müll kostenpflichtig entsorgen zu lassen. Gänzlich endet jegliches Verständnis für Schäfer beim Blick in einen Karton. Unzählige Spritzen und Injektionsnadeln sind darin. Eine echte Gefahr für Mensch und Tier. Schäfer: „Wenn ich so etwas sehe, glaube ich nicht, dass jemand das macht, weil er die Entsorgung nicht zahlen kann. Das ist pure Absicht. Da will einer der Gesellschaft schaden.“

Jede Menge Spritzen einfach in den Wald gekippt.

Das sei genauso ein Fall, wie die, die ihre Waschmaschine mühsam über die Leitplanke wuchten, um sie dann den Abhang runter zu schubsen, obwohl die Entsorgung beim Bringhof viel günstiger und vor allem einfacher wäre. Schäfer hat bei der Durchsicht des Mülls einige Anhaltspunkte auf den Verursacher gefunden und hofft nun auf die Hilfe von Zeugen. Beispielsweise war in dem Müll ein Pixi-Buch. „Für Mira von der Schnullerfee“, steht darin.

Immer wieder kommt es zu solchen Umweltdelikten in der Gemeinde. Insbesondere dort, wo die Straße an den Wald grenzt. So beispielsweise auch an der L692 im Bereich der Serpentinen. „Wir haben schon versucht, die uneinsichtigen Haltemöglichkeiten zu verbauen. Beispielsweise, in dem wir dicke Wurzeln dorthin gezogen haben. Ausweichbuchten, wie hier am Kreinberg müssen wir allerdings natürlich erhalten“, erklärt Christof Schäfer.

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