Von Müll und einem Auftragsgriller

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Viele Bürger halfen bei der Müllsammelaktion und kamen später am Holensiepen zusammen.

Nachrodt-Wiblingwerde – Von Brenscheid bis Einsal und in die „City“ von Nachrodt rund ums Amtshaus strömten fleißige Müllsammler in verschiedenen Gruppen aus, um die Gemeinde sauberer und schöner zu machen. Unterstützung kam von Schülern der Klassen 5 bis 7 der Sekundarschule und ihren Lehrern.

Bürgermeisterin Birgit Tupat verteilte am Samstagvormittag die Greifzangen und streifte selber durch die Landschaft um Wiblingwerde, um blaue Müllsäcke zu füllen, die sich nach der Aktion an mehreren Sammelstationen stapelten.

 Eines der größten Beutestücke war ein Tannenbaum, der in einem Bachlauf gelandet war. Seine einstigen Besitzer hatten offenbar den Abgabetermin der Müllabfuhr verpasst. Gartenmüll und ähnliches Biomaterial, das offenbar einen Hang zur Haufenbildung hat, fanden die Sammler rund um den Niggenhuser Hof.

Ärgerlich zeigte sich eine Müllsammlerin über eine besondere Sorte von „Haufen“, die auf Aktivitäten von Hunden zurückgeht und das Ausschwärmen im Gelände erschwert: „Man ist immer nur am Gucken.“

Die Sekundarschüler waren mit den Lehrkräften Tabea Plochowietz, Kerstin Wehner-Stracke und Joris Kilb beim Müllsammeln dabei.

Den Schwerpunkt der Funde machten Glasflaschen von der Bierpulle bis zum kleinen Jägermeister und Wodka „Gorbatschow“ sowie Plastikflaschen und Pappbecher aus. Hinterlassenschaften kleiner Feiern im Grünen, deren gedankenlose Entsorgung niemand so recht verstehen kann.

 Vor allem der Plastikmüll hat eine gewisse Tendenz über Regenfälle und Gewässer ein weltweites Problem zu verstärken. Insofern taten die Sammler auch etwas für den Umweltschutz. Auch von der Silvester-Knallerei war noch einiges übrig geblieben: Plastikdeckel von Raketen sowie ausgebrannte Knallerbsen- und Böller-Behälter. Freude machte das Verhalten mancher Anwohner, die das fleißige Sammeln zu schätzen wussten: „Das fand ich ganz toll“, freute sich eine Sammlerin über Kekse und fünf Euro für ihren vierjährigen Enkel. Milan als der jüngste Teilnehmer hatte schon eine klare Meinung zu dem Ganzen: Es wäre doch gut, auch einmal in Iserlohn Müll zu sammeln. Denn dort wohnt er.

Edeka Kantimm hatte den Sammlern in guter Tradition eine ordentliche Anzahl Bratwürste zur Stärkung nach der Sammelaktion spendiert. So traf man sich am Feuerwehrgerätehaus in Nachrodt. Am Grill konnte es dabei nur einen geben: Jan Schneider übernahm diese verantwortungsvolle Aufgabe unter einer Berufsbezeichnung, die er auf seinem Bach trug: „Auftragsgriller“.

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