Party an der Lenneterrasse / Müll an den Containerstandorten

„Mich ärgert es, wie mit der Umwelt umgegangen wird“

Nach einer Party sah es am – eigentlich schönen – Platz neben der Rastatt verheerend aus. Der Bauhof räumte den Müll weg.

Nachrodt-Wiblingwerde - „Was für eine Sauerei“ – „Schweine sind sauberer“ – „Frechheit“: Auf der Palme sind die Nachrodt-Wiblingwerder. Nicht nur, dass sich der Müll an den Containerstandorten stapelt, weil der eine oder andere Bürger seinen Mist einfach ablädt, jetzt gab es augenscheinlich eine Party an der Lenne – mit entsprechenden Hinterlassenschaften. „Mich ärgert es, wie mit der Umwelt umgegangen wird“, sagt Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz.

Von Sonntag auf Montag und – weil es so schön war von Montag auf Dienstag dieser Woche wurde auf dem Platz neben der Rastatt gefeiert. Angeblich waren es junge Leute, die sich etwas zum Essen bestellten und Wasserpfeife rauchten.

Freies Wlan, Strom die ganze Nacht: Das zog oder zieht die Besucher an, die es wohl nicht für nötig hielten, ihren Dreck nach dem Beisammensein wieder einzupacken.

Mitarbeiter des Bauhofes nahmen sich sodann der Angelegenheit an. Sie sind es auch, die mindestens einmal in der Woche die Containerstandorte sauber machen. Besonders schlimm, so sagt Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz, sieht es immer an der Ehrenmalstraße und am Holensiepen aus.

Die Kartons – hier an der Ehrenmalstraße – könnte man zerreißen und in den Container werfen. Ist das wohl zu viel Arbeit?

„Die Leute müssen sich schon darüber im Klaren sein, dass das ein Umweltdelikt ist und dass es teuer wird, wenn sie erwischt werden“, sagt der Ordnungsamtsleiter. Immer wieder würden die Bauhofmitarbeiter nämlich auch nach Adressen auf den Kartons suchen. Finde man den Namen des Verursachers, gebe es direkt eine Nachricht an den Zweckverband für Abfallbeseitigung, der Bußgeldbescheide erwirke. Dann flattert entweder eine schriftliche Verwarnung oder eine Zahlungsaufforderung ins Haus. Wie Denis Potschien vom Zweckverband erklärt, kann es auch Geldstrafen um die 100 Euro geben. „Das ist abhängig davon, was für ein Müll gefunden wurde.“ Zudem muss der Verursacher eventuell auch die Kosten der Entsorgung übernehmen.

Fakt ist: Es ist teilweise haarsträubend. Eine häufig geforderte Kameraüberwachung hält Sebastian Putz allerdings für schwer realisierbar. „Man darf nicht einfach öffentliche Plätze filmen. Da steckt mehr dahinter, als einfach eine Kamera aufzubauen.“

An den Containerstandorten, am romantischen Platz an der Lenne, teilweise auch am Dümpel: Allerorts lassen die Leute ihren Müll fallen. Ganz übel sieht es auch an den Grenzgebieten der Gemeinde aus. Im vergangenen Jahr wurden auf dem Parkplatz an der L692 hinter Brenscheid abgetrennte Köpfe von Heidschnucken gefunden – und ebenso Innereien der Tiere. Und in den Wäldern liegen immer und immer wieder Sofas und Autoreifen.

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