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Mountainbiken in den Wäldern: Infos auf Homepage gewünscht 

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Mountainbiken in den Wäldern von Nachrodt-Wiblingwerde: Die CDU wünscht sich, dass die Touren auf der Webseite veröffentlicht werden.
Mountainbiken in den Wäldern von Nachrodt-Wiblingwerde: Die CDU wünscht sich, dass die Touren auf der Webseite veröffentlicht werden. © Stephan Peters Design

„Wir sind nicht das Zillertal oder Sylt, aber wir haben eine schöne Gegend und wünschen uns, dass die touristischen Infos prominenter zur Verfügung gestellt werden“, so Jens-Philipp Olschewski, Fraktionsvorsitzender der CDU. Er wünscht sich Infos auf der Homepage der Gemeinde. Im Bauausschuss gab es einen einstimmigen Beschluss dafür. Aber haben die Mountainbiker nicht schon genug Möglichkeiten, sich zu informieren?

Nachrodt-Wiblingwerde – So wirklich zufrieden schien zunächst niemand: Denn die Christdemokraten stießen mit ihrem Wunsch, dass erlebnisreiche Mountainbike-Touren durch die Wälder auf der Gemeinde-Webseite veröffentlicht werden, während der Sitzung des Bau- und Planungsausschuss nicht auf helle Begeisterung der Verwaltung. Natascha Handschak, Nachfolgerin von Bauamtsleiter Dirk Röding, schaute unglücklich drein. Sie sah zum einen jede Menge zusätzliche Arbeit auf die Verwaltung zukommen, zum anderen gibt es bereits digitale Plattformen, die Mountainbiker gerne nutzen. Doch die Politiker waren sich einig. Zudem soll jetzt ein Arbeitskreis gegründet werden – und Radfahrer sind eingeladen, mitzumachen.

Hinweisschilder entlang der Routen

Dabei könnten, so die Idee, zum Beispiel Routenvorschläge sowie Hinweise zu Ausflugszielen online hinterlegt und zudem Hinweisschilder entlang der Routen aufgestellt werden, die beispielsweise QR-Codes mit Links zu den Informationsangeboten im Internet enthalten. Es sollte nach Ansicht der CDU auch geprüft werden, ob ein derartiges Vorhaben als Projekt der Gemeinde im Rahmen der „Regionale 2025“ in Südwestfalen förderbar wäre. „Das Erlebnis mit dem Rad in der Natur unserer Gemeinde würde so mit Informationen zu Routen und Ausflugszielen in der digitalen Welt verknüpft, sodass ein Mehrwert für Radfahrer sowie für das Freizeitangebot in unserer Gemeinde erzielt würde“, findet Jens-Philipp Olschewski.

Und plötzlich liegt ein Baum auf der Strecke

Die Diskussion im Anschluss war durchaus interessant, zumal die SPD den Vorstoß gut fand und die Idee gleich weitersponn. „Man weiß nicht, wie der aktuelle Zustand der Wege ist. Man könnte auch Hinweise machen, wenn beispielsweise Bäume auf der Strecke liegen. Und es würde die Gemeinde-Webseite und die Gemeinde-App attraktiver machen“, so Christian Pohlmann. Die Nachrodt-Wiblingwerde App haben sich allerdings nur 637 Bürger heruntergeladen.

Das muss doch auch alles gepflegt werden

„Das sind natürlich gute Ideen mit QR-Codes, mit Schildern, mit aktuellen Daten, aber das muss doch auch alles gepflegt und kontrolliert werden. Da steckt ganz viel Arbeit dahinter“, so Natascha Handschak, die die Idee zur Gründung eines Arbeitskreises befürwortet. Eine tagaktuelle Aktualisierung der Strecken wünscht sich die CDU indes nicht. Stattdessen sollen sich die Bürger als auch die Rad-Touristen gut informiert fühlen. Gerade in Zeiten, in denen das Radfahren, besonders das E-Bike-Fahren einen Boom erlebe, hätte dies einen großen Mehrwert. „Kultur, Sport und Freizeit muss uns etwas wert sein“, sagt Jens-Philipp Olschewski, der von Christian Pohlmann unterstützt wird: „Wir haben keine Industriegebiete, wir können nur noch ein paar Baugebiete ausweisen. Wir müssen darüber nachdenken, was wir touristisch machen können, wo wir aktiv werden können.“

Gründung eines Arbeitskreises

Und nun? Ein Arbeitskreis mit Radfahrern und Wanderern, unter Beteiligung des Heimat- und Verkehrsvereins und natürlich dem Radsportverein, den Petra Triches (UWG) auf keinen Fall vergessen wollte, soll nun gegründet werden.

Stellungnahme der Gemeinde

Tatsächlich sind die Themen „Fahrradfahren und Wandern“ bereits im Gemeindeentwicklungsplan vorgesehen, sind also in der Pipeline. Zudem erklärt die Verwaltung: „Es gibt bereits digitale Plattformen, die mit dem Vorschlag der CDU genutzt werden können. Es wird bespielhaft auf www.komoot.de verwiesen. Hier haben die Nutzer die Möglichkeit, den gewünschten Sport (Fahrrad, Mountainbike, Rennrad, Laufen, Wandern) auszuwählen. Die gesuchte Strecke kann auf Dauer bzw. Umfang und Fitnesslevel gefiltert werden. Ebenfalls ist es möglich, sich auf den Strecken Sehenswürdigkeiten oder sogenannte Highlights anzeigen zu lassen. Informationen hierzu sind bereits entlang der gewählten Strecke hinterlegt, so dass ein Abrufen über QR-Codes nicht notwendig wäre. Es können bereits fertige Strecken ausgewählt oder eigene Strecken angelegt werden. Eigene Strecken können auch der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Auch einige Strecken in Nachrodt-Wiblingwerde und im direkten Umfeld sind angelegt.“

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