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Modernisierung der Grundschule Wiblingwerde: „Der ganz normale Wahnsinn“

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Aufzug und Treppenhaus entstehen hier.
Aufzug und Treppenhaus entstehen hier. © Fischer-Bolz, Susanne

„Es ist der ganz normale Wahnsinn“, sagt Architekt Torsten Heumann schmunzelnd. Seit vier Monaten läuft die Modernisierung und Erweiterung der Grundschule Wiblingwerde. Alles wäre schön, wenn es die Lieferschwierigkeiten nicht gäbe.

Nachrodt-Wiblingwerde – „Wieder einmal – wie jeden Dienstag – trifft sich der Architekt mit allen aktuell beteiligten Handwerkern und Bauingenieurin Simone Groß als Vertreterin der Gemeindeverwaltung an der Grundschule Wiblingwerde. Die Modernisierungs- und Erweiterungsarbeiten, die seit vier Monaten laufen, zeigen bereits viele spannende Ergebnisse. So sieht man beispielsweise direkt vor der Schule den Bereich, in dem der Aufzug und das neue Treppenhaus entstehen werden. „Die Bodenplatte wurde gegossen, jetzt folgt der Aufzugsschacht“, sagt Simone Groß.

Lieferschwierigkeiten

Unliebsam sind im Moment die Lieferschwierigkeiten. Die Treppenläufe für das Treppenhaus im Anbau sind fertige Elemente, die komplett vorgebaut werden. „Die haben normalerweise eine Lieferzeit von sechs Wochen. Da sprechen wir jetzt von zwölf Wochen“, erzählt Torsten Heumann. Solche Nachrichten hört er momentan fast täglich. Dann gilt es, zu improvisieren, den Bauzeitenplan anzupassen und zu verschieben. „Bei den Treppenläufen werden wir es so machen, dass wir das Dach über dem Anbau etwas länger auflassen, um dann hinterher mit dem Kran von oben die Treppenläufe einzusetzen“, so der Architekt. Normalerweise gehe man Etage für Etage vor, aber nun werde der Anbau erst einmal fertig gebaut.

Zusätzliche Stahlträger

Bei den Baubesprechungen gibt es jeden Dienstag also kleine Details, für die eine Lösung gefunden werden muss. „Langeweile kommt da nicht auf“, sagt Torsten Heumann. Immer wieder ist auch der Statiker vor Ort, ebenso der Sachverständige für Schadstoffe. Im Obergeschoss werden zusätzliche Stahlträger die Deckenbalken verstärken – und zwar im Bereich des ehemaligen Lehrer- und Besprechungszimmers. Das Problem dort hatte man im Zuge der Schadstoffsanierung entdeckt.

Neuer Klassenraum

Unten im Kellergeschoss werden gerade die Wände für den Sanitärtrakt gemauert, dann beginnen sukzessive die Elektriker und Heizungsinstallateure mit ihrer Arbeit. Innen und außen wird also parallel gearbeitet. Auch weitere Abbrucharbeiten stehen an, ganze Wände kommen oben raus, weil ein neuer Klassenraum entsteht. Die Arbeiten am Dach beginnen voraussichtlich im September. Aktuell sind Mitarbeiter der Firma Bahne (Heizung und Sanitär) und das Bauunternehmen Martin Utsch vor Ort. Für die Sanierung der Schule sind Kosten in Höhe von 2,5 Mi

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