Große Welt im Miniformat: Große Modellbau-Ausstellung in der Lennehalle

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Detailverliebte Spielwelten sind bei der Ausstellung zu sehen.

Nachrodt-Wiblingwerde –Flugzeuge, Eisenbahnen und Autos rauschen durch die Lennehalle: Dort gibt es am 7. und 8. März ganze Welten zu entdecken

Elizan ist neun Jahre alt und kommt aus Werdohl. Sie hat ein so schönes Bild mit einer Lokführerin und einem Pferd im Waggon gemalt, dass es nun auf die Plakate für die erste Modellbau-Ausstellung in Nachrodt gedruckt wird. 

Am Wochenende 7. und 8. März gibt es Flug-, Schiffs-, Automodelle sowie Modelleisenbahnen in verschiedenen Größen in der Lennehalle zu sehen. Eine Show für alle, die die Wunderwelt Modellbau erleben möchten. Der Eintritt ist frei. 

Detailverliebte Spielwelten

Initiiert von Horst Schröder werden an beiden Tagen jeweils zwischen 11 und 18 Uhr interessante, detailverliebte Spielwelten zu sehen sein. Und natürlich ist Horst Schröder als Mitglied des Veranstalters „Modelleisenbahnclub Lüdenscheid“ aufgeregt. 

„Auf dem Schiff, das dampft und segelt, gibt es nur einen, der alles regelt“, so der Nachrodter schmunzelnd, der seit einem Jahr das große Event plant. Die Größe der Lennehalle sei perfekt. „Es wird eine Modelleisenbahn- und Modellbau-Ausstellung, bei der alles vertreten ist: Modelleisenbahnen, Karton- und Plastikmodellbau“, verspricht Horst Schröder. Mit dabei sind auch unter anderem die Modellbaugruppe Hemer und die Eisenbahnfreunde Witten. 

Viele Unikate

„Ich habe Vereine aus der Umgebung angesprochen und bin erstaunt, dass der Großteil mit Freude dabei ist.“ Während ein Modellbauer mit seinen privaten Anlagen kommt, sind die weiteren Ausstellungs-Schönheiten mobile Vereinsmodule. Untereinander kompatibel sind die Anlagen nicht. „Wir haben spezielle Showanlagen, die nicht zusammengehören. Jedes ist ein Einzelstück“, erzählt der Organisator. 

Horst Schröder organisiert die Modelleisenbahn-Ausstellung in der Lennehalle. Er zeigt das Bild von Elizan (9), das auf die Plakate gedruckt wird.

Der Lüdenscheider Modelleisenbahnclub präsentiert beispielsweise eine 15 Meter lange Anlage, die mit allem Schnick und Schnack und detailgetreuen Landschaften verzaubern soll. Und natürlich fahren auch Züge. 

Sattelzug fährt durch Halle

Die Gäste können in der Lennehalle alle Modelle bestaunen, „die da ‘rumflitzen“, so Horst Schröder. Das Faszinierende an dem Hobby sei die Ruhe und Gelassenheit. „Das ist einfach Abschalten vom Alltagsstress.“ Modellbau, so sagt Horst Schröder, ist ein Hobby, das nun auch wieder junge Leute interessiert. Längst würden die Anlagen auch mit Computer betrieben. 

Nicht nur Eisenbahnen werden bei der ersten Modellbau-Ausstellung präsentiert. Zu sehen sind auch Flugzeuge, Schiffe und Autos. Dabei soll auch ein Sattelzug durch die Halle fahren. „Wir planen auch eine Kinderecke mit einer Modelleisenbahn, bei der die Gleise aufgebaut werden müssen und die Züge auch fahren können“, sagt Horst Schröder. 

50 Personen im Hintergrund

Beteiligt sind um die 50 Personen, darunter auch die Modellbaugruppe der Berufsfeuerwehr Dortmund. „So etwas Ähnliches gibt hier in der Gegend nicht. Deshalb zieht das“, glaubt Horst Schröder. Das Hobby Modellbau kann sich im digitalen Zeitalter halten. 

Allerdings ist es ein teurer Spaß. Ein Starterpaket gibt es zwar für 100 bis 150 Euro, „aber dann hat man nach drei Tagen den Spaß verloren“. Die Erwachsenen müssten eher 1000 Euro und mehr auf den Tisch legen, dann fange die Freude an. Die Faszination liegt im Bau selbst. Ideen umsetzen, die Fantasie spielen lassen. Das Arbeiten mit Holz, mit Metall, mit Farben.

Bauen, abreißen, bauen

„Wenn eine Anlage komplett fertig ist, wird sie in der Regel wieder abgerissen. Damit man wieder anfangen kann“, weiß Horst Schröder, der viel Zeit mit dem Modellbau verbringt. 

Jetzt aber hofft er erst einmal auf viele Besucher in der Lennehalle. Der Eintritt ist frei. Am Ausgang wird um einen „Austritt“ gebeten, eine Spende. Das Catering übernehmen Norbert Grebe und Gisela Gundermann vom Café Klunterbunt.

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