Pläne für Neugestaltung des Rastatt-Umfeldes im Rat

So haben die Bochumer Landschaftsarchitekten das Gebiet rund um die Rastatt überplant: Biergarten und Parkplätze, Grün- und Spielanlagen sollen entstehen.

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Mit Mitteln des Strukturförderprogramm Regionale 2013 soll das Umfeld der Rastatt neu gestaltet werden. Der Gemeinderat wird in seiner Sitzung am Montag, 16. September, eine weit reichende Entscheidung treffen.

Die Neugestaltung des Rastatt-Umfeldes, der Radweg Lenneroute und der Ausbau des Felsens Klaras Höhe zu einem Aussichtspunkt mit Plateau waren Bestandteile des Regionale-Projektes LenneSchiene, an dem neben sieben anderen Städten udn Gemeinden auch die Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde beteiligt ist. Der Ausbau des Nachrodter „Wahrzeichens“ Klaras Höhe scheiterte mittlerweile an Bedenken von Naturschützern, die die Zerstörung von Standorten seltener Pflanzen befürchten. Übrig geblieben sind jedoch die Pläne zu einem Umbau des Bereiches rund um die gemeindeeigene Gaststätte Zur Rastatt und die Weiterführung des Lenne-Radweges.

Drei Planungsbüros haben in einem Werkstattverfahren dafür Ideen erarbeitet, von denen eine aus Politikern, Verwaltungsmitarbeitern und Landschaftsarchitekten bestehende Jury einen Favoriten ausgewählt hat (wir berichteten). Über diesen Vorschlag wird am Montag der Gemeinderat abstimmen und entscheiden, ob er in der vorgelegten Form umgesetzt werden soll.

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Neben einer Neugestaltung des Bereiches zwischen Lenne und St. Josef-Kirche, der zu einer Art Platz mit Sitzstufenanlage, Biergarten und Parkplatz umgebaut werden soll, umfasst der Siegerentwurf der Bochumer Landschaftsarchitekten auch eine weitgehende Neugestaltung der Grünfläche südlich der Rastatt, entlang der Lenne. Der Gestaltungsvorschlag, der bereits die voraussichtlich ab 2017 zu bauende neue Lennebrücke berücksichtigt, sieht vor, dass dort Holzdecks und -stege zum Verweilen am Flussufer einladen sollen. In der Uferzone mit aufgelockertem Baumbestand sollen sich Kiesbänke und Hochstauden abwechseln. Das soll die Möglichkeit eröffnen, den bisher nur schwer zugänglichen Fluss neu zu erleben. Ein Niedrigseilgarten, ein Spielfeld, ein Pavillon für Jugendliche und eine Dirtbahn sowie Spielflächen unter Bäumen sollen vielfältige Spiel- und Sportmöglichkeiten bieten. Die Gaststätte Zur Rastatt soll ihren vorhandenen Biergarten erweitern, während unter der Terrasse Sanitäranlagen neu gebaut werden sollen. Die südlich gelegene Wiese könnte nach den Vorstellungen der Planer als Zeltplatz dienen. Am gesamten Planungsgebiet soll schließlich der Lenne-Radweg als kombinierter Rad- und Fußweg vorbeiführen.

Den gesamten Plan wird die Landschaftsarchitektin Rebekka Junge in der Ratssitzung am Montag ab 17 Uhr in der Gaststätte Zur Rastatt noch einmal den Politikern und der Öffentlichkeit vorstellen. Wenn der Rat anschließend der Empfehlung der Jury folgt und dem Bochumer Planungsbüro den Zuschlag gibt, könnten bis zum Frühjahr die genauen Kosten ermittelt werden. Mit der baulichen Umsetzung der Pläne könnte dann im Sommer 2014 begonnen werden. J Volker Griese

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