„Im sanierten Zustand sind Wohnungen vermietbar“

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Markus Kaiser (2.v.r.) informierte über das abgelaufene Geschäftsjahr.

Nachrodt-Wiblingwerde - „Unser Bestreben ist es, die Wohnungen in einen mietfähigen Zustand zu bringen.“ Dieser Satz dürfte zu den wichtigsten zählen, die während der Mitgliederversammlung der Gemeinnützigen Baugenossenschaft Nachrodt-Wiblingwerde in der Aula der Grundschule fielen.

 Nachdem Bürgermeisterin Birgit Tupat in ihrer Funktion als Vorsitzende des Aufsichtsrats die leider nur wenigen Teilnehmer begrüßt hatte, ging es auch direkt in die Tagesordnung. Diese konnte angesichts von einstimmigen Beschlüssen und wenig Diskussionsbedarf auch zügig abgearbeitet wurde.

Zu den wichtigsten Ergebnissen: Nachdem Susanne Conrad nicht mehr dem Aufsichtsrat angehört, wurde Ronny Sachse als neues Mitglied vorgeschlagen und auch gewählt. Zudem informierte Vorstandsmitglied Markus Kaiser über das abgelaufene Geschäftsjahr der Baugenossenschaft, die seit einem Jahr von Lüdenscheid aus gelenkt wird. Insgesamt betreut die Genossenschaft 289 Wohnungen.

In seinem Bericht wies Kaiser auf folgendes hin: „Ein ganz großes Problem, das die Genossenschaften heutzutage haben, ist der Leerstand.“ Dieser betrage zurzeit rund zehn Prozent, was einer Zahl von bis zu 30 Wohnungen entspreche. Diese Wohnungen in einen mietfähigen Zustand zu bringen, sei angesichts einer Wohnfläche von 2000 Quadratmetern momentan nicht ganz so leicht. „Doch wir haben glücklicherweise eine relativ solide wirtschaftliche Ausgangsbasis und finanzielle Spielräume, um dies alles aufzuholen. Problematisch ist allerdings, dass wir dies nicht in einer Geschwindigkeit hinbekommen, wie wir es gerne hätten“, so Kaiser. Angesichts voller Auftragsbücher aufseiten des Handwerks seien die benötigten Kräfte, „um mal eben so dreißig Wohnungen zu renovieren“, nicht an die Baustellen zu kriegen.

Ein weiterer Faktor sei die Fluktuation innerhalb des Wohnungsbestands. Wenn Mieter ausziehen würden, müssten in manchen Fällen auch diese Objekte saniert werden. Aus diesem Grund hat die Gemeinnützige Baugenossenschaft einer Empfehlung des Prüfberichts des Verbandes der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen folgend, das eigene Portfolio überprüft und sich von Häusern an der Hagener Straße und Im Grund getrennt. Der Verkauf konnte nicht nur relativ zügig, sondern auch mit einem Ergebnis realisiert werden, „dass deutlich besser war, als wir dies zu Beginn eingeschätzt haben.“

Unter dem Strich kassierte die Genossenschaft einen Betrag von 700000 Euro. Als einen „angenehmen Nebeneffekt“ für die Gemeinde verbuchte Markus Kaiser die Tatsache, dass der neue Investorseiner Meinung nach die Objekte „vernünftig bewirtschaften“ und dementsprechend auch sanieren werde. Mit den Erlösen sollen nun die 30 leer stehenden Wohnungen modernisiert werden. Angesichts einer schwächeren Nachfrage gestalte sich der Wohnungsmarkt in Nachrodt-Wiblingwerde aber schwieriger, bilanzierte Markus Kaiser. Dennoch: In einem sanierten Zustand seien die Wohnungen vermietbar. Bis Ende 2019, so das Ziel, solle die Leerstandsquote auf fünf Prozent gedrückt werden, um die Genossenschaft in ein ruhiges Fahrwasser zu führen. Guido Schönau trug das Zahlenwerk vor und wies einen Bilanzgewinn von mehr als 51000 Euro aus. Er soll vollständig in die Ergebnisrücklage fließen.

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