Mitglieder des Rates hoffen auf Happy End für Rastatt-Gelände / Peter Herbel als „einsamer Wolf“

Investor-Suche für Gaststätte an der Lenne

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Wie soll es weitergehen mit der ehemaligen, gemeindeeigenen Gaststätte? Ratsherr Peter Herbel (links) steht mit seiner Meinung, dass sich kein Investor für den Bereich der Rastatt finden wird, fast allein da.

Nachrodt-Wiblingwerde - Ein bisschen wie ein „einsamer Wolf“ kam Peter Herbel mit seiner Meinung daher. Der Christdemokrat glaubt nämlich nicht, dass sich Investoren für eine „neue“ Rastatt finden werden – die dann aber, wenn es sie geben wird, möglicherweise ganz anders heißen wird. Von dem Gebäude wird ohnehin nichts übrig bleiben.

 „Ich befinde mich ja nicht auf einem Beliebtheitswettbewerb“, so Peter Herbel im Rat – deshalb könne er auch seine Meinung sagen. „Eingerahmt von der B236 und der neuen Brücke fällt es mir schwer, daran zu glauben, dass man einen privaten Investor finden kann, der dort einen gastronomischen Betrieb aufbaut.

Man müsste "hauptberuflich Optimist sein“, so Peter Herbel und stimmte schließlich gegen den Vorschlag der Verwaltung. „Man müsste hauptberuflich Optimist sein“ Die Mitstreiter von CDU, SPD und UWG sehen nicht so schwarz, hoffen auf ein Happy End und stimmten bei drei Gegenstimmen (Matthias Lohmann, Peter Herbel, Aykut Aggül) und einer Enthaltung (Birgit Hirt) für die Suche nach einem Investor und eine Ausschreibung nach der VOL (Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen).

Damit sind die beiden anderen Möglichkeiten, die der Arbeitskreis Rastatt erarbeitet hatte, vom Tisch. Die Gemeinde wird keine eigene Gaststätte mehr vorhalten. Und dass auf dem Grundstück ein neues Amtshaus mit einem Saal errichtet wird, will augenscheinlich auch niemand. Nur eine klitzekleine Diskussion gab es zum Thema Rastatt – nämlich wann das Gebäude abgerissen werden soll.

Im Beschlussvorschlag heißt es „Das Baufeld wird geräumt.“ Also sofort? Dass die Rastatt direkt abgerissen wird, möchten Aykut Aggül und Christian Pohlmann (SPD) nicht. „Um Interessenten zu animieren, ein Konzept zu entwickeln, ist es wichtig, dass das Baufeld geräumt wird. Denn wo jetzt die Rastatt steht, muss nicht zwingend etwas Neues entstehen. „Man könnte es auch auf die rechte Seite schieben“, so Bürgermeisterin Birgit Tupat. Aber nur, wenn es einen Investor gibt, wird die Rastatt auch abgerissen.

„Berühren die Planungen auch das Gemeindeentwicklungskonzept?“, fragte Gerd Schröder (SPD). „Wir werden den städtebaulichen Bereich festlegen, der über ganz Nachrodt gelegt werden soll, so dass auch Privatleute und Institutionen von Fördertöpfen profitieren können“, so Bürgermeisterin Tupat in ihrer Antwort.

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