„Miteinander essen, füreinander da sein“

130 Gäste rücken begeistert zusammen

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Norbert Grebe (links) und Gisela Gundermann (3.v.r.) hatten ein tolles Helferteam an ihrer Seite.

Nachrodt-Wiblingwerde - Am Mut hängt der Erfolg. Oder: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Gisela Gundermann und Norbert Grebe wagten mit der Aktion „miteinander essen, füreinander da sein“ einen Schuss ins Blaue. Und trafen ins Schwarze. 130 Bürger kamen in die Lennehalle.

Gisela Gundermann standen zwischenzeitlich die Tränen in den Augen, so überwältigt war sie vom „Ansturm“ im Vorraum der Lennehalle.

„Wir wissen, dass Gisela und Norbert immer für Überraschungen und Ideen gut sind“, schmunzelte Bürgermeisterin Birgit Tupat, die die ungewöhnliche Veranstaltung eröffnete, den Gästen „gute Gespräche“ wünschte und auch die Pinnwand nicht unerwähnt ließ. Daran sollten die Gäste auf kleinen Zetteln „Wünsche und Angebote“ verewigen, damit das Motto der Aktion „füreinander da sein“ auch mit Leben gefüllt werden konnte.

„Ich möchte nicht die erste sein“, sagte Sarah Hertel, die einen Wunsch von ihrem Vater mitgebracht hatte. Letztlich trauten sich doch ein paar Besucher. Und so werden beispielsweise Badminton-Mitspieler gesucht (ab dem 14. Februar, 17 bis 18 Uhr, Frauen und Kinder ab sechs Jahren in der Lennehalle). Jemand anderes sucht Nachrodt-Wiblingwerder zum Wandern und Klönen. Und: Wer ist bereit, Sträucher auf einem Grundstück mit Hanglage zu schneiden? Die Hilfe wird zweimal im Jahr benötigt.

Gemüsesuppe oder Putengyros? Die Gäste waren begeistert.

Es war ein besonderer Tag in Nachrodt: Menschen kamen, aßen, plauderten, lernten neue Leute kennen und hatten ganz augenscheinlich eine gute Zeit. Dafür sorgten auch die Helfer und Helferinnen, die Gisela Gundermann und Norbert Grebe unterstützten und ein Rundum-Sorglos-Paket boten: Michael und Anja Pingel, Petra Fischer, Britta Sassenscheidt, Nicole Grebe und Bärbel Kreft. Sie verteilten die Köstlichkeiten Putengyros und Gemüsesuppe, sorgen für Kaffeenachschub und spülten die Teller in Windeseile, damit auch die nächsten Gäste wieder bewirtet werden konnten. „Wir hatten ja nur 90 Teller“, lacht Gisela Gundermann, die für ihre Kochkünste – zu Recht – viel Lob einheimste.

„Miteinander essen, füreinander da sein“ – dieses ungewöhnliche Motto machte viele Menschen neugierig. Wie Wolfgang Henke und Harald Lange beispielsweise. Die Nachbarn vom Herlsener Weg, die sich gegenseitig unterstützen, finden genau diese Idee der Hilfestellung besonders gut. Und Birgit Schulte-Pinto freute sich, dass auch einige Flüchtlinge der Einladung gefolgt waren. So wurde es zwischenzeitig eng im kleinen Vorraum der Lennehalle. Aber das Zusammenrücken setzte erst das I-Tüpfelchen auf die Premiere der Aktion.

Übrigens: Sehr glücklich waren auch die Leader-Managerinnen Silke Erdmann und Kathrin Hartwig, die am Samstag natürlich in der Lennehalle vorbei schauten. Leader unterstützt das Projekt „miteinander essen, füreinander da sein“ in diesem Jahr – die Finanzierung von vier Veranstaltung ist somit gesichert. Projektträger ist der Kulturschock. Ronny Sachse als Vorsitzender zeigte sich stolz und dankbar.

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