Michael Kling als fliegender Beobachter

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Flugplatz Telgte: Michael Kling am Hubschrauber. ▪

NACHRODT-W‘WERDE ▪ In seiner Eigenschaft als stellvertretender Kreisbrandmeister hat Michael Kling jetzt an einer Feuerwehr-Zusatzschulung teilgenommen, die alles andere als alltäglich ist. Am Institut der Feuerwehr in Münster absolvierte Kling an eine einwöchige Schulung für Luftbeobachtung.

Die Feuerwehr braucht Kräfte mit entsprechendem Fachwissen für den Fall ausgedehnter Waldbrände oder anderer großer Industriebrände. Auch bei Unfällen mit vielen Verletzten kann es von großem Nutzen sein, wenn vor Ort jemand bereit steht, der weiß, wie Feuerwehr und Polizei in der Luft kooperieren.

Anders als in anderen Bundesländern gibt es in NRW keine Feuerwehr-Luftflotte. Stattdessen setzt man zur Vorbeugung und Bekämpfung von Bränden auf eine Kooperation mit der Polizei. Diese Zusammenarbeit ermöglicht es zum Beispiel, dass es ab einer bestimmten Stufe von Waldbrandgefahr regelmäßige Patrouillenflüge gibt.

Da einer der Schwerpunkte die Vorbeugung von Waldbränden war, war bei dem Seminar in Münster auch der Landesbetrieb Forst und Wald mit im Boot, berichtet Michael Kling. So habe er eine Menge über die Forstwirtschaft erfahren, aber selbstverständlich auch über die fliegerischen Möglichkeiten der Polizeistaffeln. „Das war eine absolut spannende Geschichte“, berichtet der Gemeindebrandinspektor. Die praktischen Übungen bestanden zum Beispiel darin, einen mit Rauchwerfern simulierten Waldbrand aus der Luft aufzuspüren und anschließend Feuerwehrfahrzeuge am Boden exakt an den Ort des „Brandes“ zu führen. „Wir haben natürlich auch viel über Navigation gelernt.“ Rund acht Stunden hat der Gemeindebrandinspektor während der Schulung in der Luft verbracht. ▪ tk

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