Wenn ein „echter“ Franzose in den Unterricht kommt

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Maxime Ruelleu heißt der 26-Jährige, der sein „France-Mobil“ auf dem Holensiepen parkte, und dann mit den Sekundarschülern gleich mehrere Unterrichtsstunden Französisch übte.

Nachrodt-Wiblingwerde - „Je ne parle pas français, aber bitte red weiter. Alles, was du so erzählst, hört sich irgendwie nice an.“ Das Lied von Namica läuft gerade im Radio rauf und runter. Ein „Kniefall“ für die französische Sprache, die so wunderbar klingt. Das finden jetzt auch die Schüler und Schülerinnen der Sekundarschule, die einen „echten Franzosen“ zu Besuch hatten.

 Maxime Ruelleu heißt der 26-Jährige, der sein „France-Mobil“ auf dem Holensiepen parkte. „Mein Ziel ist es, zu zeigen, dass Französisch gar nicht so kompliziert ist“, erzählte der junge Mann, der jetzt zehn Monate an den unterschiedlichsten Schulen unterwegs ist.

Das „France-Mobil“ ist eine Initiative des Deutsch-Französischen Jugendwerks und des Instituts français Deutschland und wird mit Unterstützung der Robert-Bosch-Stiftung, Renault Deutschland, dem Deutsch-Französischen Institut Erlangen sowie des Ernst Klett Verlages durchgeführt.

 Seit 2002 sind junge französische Lektoren in Renault Kangoos in ganz Deutschland unterwegs, um für die französische Sprache und Kultur zu sensibilisieren und zu begeistern. Und: Das France-Mobil ist heiß begehrt. Dass ein Stopp in Nachrodt – und später auch am Sekundarschul-Standort Altena möglich wurde, freute Schulleiterin Anne Rohde und Französisch-Lehrerin Susanne Stening besonders.

Für die Jüngsten war der Besuch besonders aufregend. Schließlich dürfen die Fünftklässler im Schnupperkurs gerade erst entscheiden, ob sie Französisch erlenen möchten. Die Sechst- und Siebtklässler dagegen verstehen und sprechen das eine oder andere schon sehr gut. „Je m ‘appelle Maxime“, stellte sich der Franzose vor, und schaffte es spielerisch, die jungen Leute zum Plaudern zu bringen und sie neugierig auf die Sprache zu machen.

So wurden nicht nur neue Wörter erlernt (die Farben – les couleurs beispielsweise), sondern auch die Aussprache. Schön, dass sich die Kinder immer mehr aus der Deckung trauten. „Französisch ist nicht schwieriger als Deutsch“, meinte Maxime Ruelleu mit französischem Akzent, der übrigens der beliebteste von allen Fremdsprachen ist. Die Werbung für Französisch ist mit dem France-Mobil auf jeden Fall geglückt. An der Sekundarschule kann Französisch in der Klasse 6 als Wahlpflichtfach gewählt werden. Wer es wählt, hat bis zum Abschluss der Klasse 10 drei Wochenstunden Französisch.

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