Nachrodt-Wiblingwerder SPD-Parteispitze wenig überrascht:

SPD-Ratsherr Schröder: "Martin Schulz ist ein guter Mann!"

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Stellvertretender Bürgermeister Gerd Schröder.

Nachrodt-Wiblingwerde - Gerd Schröder, SPD-Ratsherr und zweiter stellvertretender Bürgermeister der Doppelgemeinde, zeigte sich ob des Verzichts von SPD-Chef Sigmar Gabriel auf eine Kanzlerkandidatur bei den Bundestagswahlen im September „wenig überrascht“. Ebenso wie Susanne Jakoby, Chefin der SPD-Ratsfraktion.

Schröder meinte, im Grunde habe sich diese Entscheidung für ihn persönlich spätestens seit dem Sommer des vergangenen Jahres angedeutet. Martin Schulz als Herausforderer von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hält der stellvertretende Bürgermeister „für eine gute Wahl“. Der Mann, so sagte er, verfüge über eine gute Reputation. „Ich finde diese Entscheidung persönlich gut.“ Für die SPD sieht er durch diese Entscheidung gestiegene Wahlchancen. Auch Susanne Jacoby, Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, schlägt in diese Kerbe. „Ich bin nicht überrascht. Martin Schulz ist ein guter Mann. Er verfügt für mich über

Soziales Verständnis

SPD-Fraktionsvorsitzende Susanne Jacoby.

ein gutes soziales Verständnis und kann gut reden.“ Sie persönlich könne ihm lange und konzentriert zuhören, weil er etwas zu sagen habe. Insgeheim habe sie stets gehofft, das er das Rennen machen werde. Anerkennende Worte fand die SPD-Frontfrau für Gabriel, der seine eigenen Umfragewerte und Beliebtheit offenbar richtig bewerte habe. Dass er jetzt so ohne jeglichen Ärger oder unschöne Begleittöne eine solche Lebens-Entscheidung getroffen habe, „Respekt!“ Die Nachrodt-Wiblingwerder Sozialdemokraten, so das Führungsduo unisono, hätten aber natürlich auch Sigmar Gabriel „mit vollen Kräften

Mit vollen Kräften stützen

unterstützt“ und für ihn einen engagierten Wahlkampf geführt. Direkte Auswirkungen auf die Politik vor Ort sehen sie nicht. Auch am jetzt vorgeschriebenen parteiinternen Prozedere der Neuwahl eines Vorsitzenden und der offiziellen Kanzler-Kandidatenkür sind Nachrodt-Wiblingwerder Genossen „nicht direkt beteiligt.“ So entsende man keine Delegierten auf den für Ende Februar terminierten Bundesparteitag. Dagmar Freitag, heimische SPD-Bundestags-Abgeordnete, äußerte sich gegenüber Radio MK im Interview am

Freitag dankt Gabriel

Dienstagabend, 24. Januar,  völlig überrascht über den Schritt von Sigmar Gabriel. Sie zollte ihm aber höchsten Respekt für seine Entscheidung. Er stelle den Partei-Erfolg über seine eigenen Ambitionen, merkte sie an. „Gabriel wie auch Schulz sind zwei herausragende Persönlichkeiten. Jeder für sich hätte die Rolle ausgezeichnet besetzt“, sagte der SPD-Unterbezirkschef Gordan Dudas, MdL in einer Stellungnahme gegenüber den Lüdenscheider Nachrichten.

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