Martin Bühner saniert Bewegungsfuge im Gartenhallenbad / „Sachbeschädigung“

Ungewöhnlicher Taucheinsatz

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Martin Bühner hat seit dem Jahr 2003 einen Tauchschein. Der besondere Einsatz im Gartenhallenbad aber war auch für ihn eine Premiere.

Nachridt-Wiblingwerde - Eigentlich taucht Martin Bühner in der Möhnetalsperre – oder in der Sorpe. Am Freitag aber war er im Becken des Gartenhallenbades am Holensiepen unterwegs. Dienstlich.

Der Inhaber eines Fugerbetriebs und gelernte Fliesenleger aus Neheim war vom Betreiberverein des Bades gerufen worden, um einem lästigen Übel im Sinne des Wortes auf den Grund zu gehen.

Aus einer Bewegungsfuge zwischen dem Schwimmer- und dem Nichtschwimmerbereich wird von – meist jugendlichen – Badbesuchern immer wieder gern die Fugenmasse herausgefummelt. Natürlich sehr zum Ärgernis der Badbetreiber, außerdem entsteht dabei Verletzungsgefahr.

Martin Bühner hat die Fuge erneuert. Dazu griff er zu einer speziellen Masse aus Zwei-Komponenten Polymerkleber, die auch unter Wasser eingesetzt werden kann. Ausgestattet mit Atemmaske, Taucherbrille und einer 10-Liter-Flasche mit Pressluft konnte der Neheimer sogar im laufenden Badebetrieb seiner Arbeit nachgehen.

Die Atemluft, so Bühner, reiche für bis 1,5 Stunden. Einen Tauchschein hat Martin Bühner übrigens seit dem Jahr 2003. Unter normalen Umständen hätten diese Arbeiten bei abgelassenem Wasser erledigt werden müssenm was natürlich hohe Kosten verursacht hätte.

Sabine Karisch, Vorsitzende des Betreibervereins, rechnet für einen solchen Fall mit immerhin rund 15000 Euro. Es geht um annähernd 400 Kubikmeter Wasser. Sie appelliert an alle Wasseraufsichten, also auch die von Schule und Vereinen, auf solches Treiben doch bitte zu achten. „Das ist schließlich Sachbeschädigung.“

 Technisch ist im Gartenhallenbad ohnehin immer viel zu tun und auf vieles zu achten. So wurde am Mittwoch die abgehängte Decke über dem Badbereich von einem Ingenieur für Tragwerktechnik in Augenschein genommen. „Das sind regelmäßige Überprüfungen, die nach einem festen Turnus laufen“, berichtet Sabine Karisch, Vorsitzende des Trägervereins. Ergebnis diesmal erneut: „Keine Gefahr.“ Schon im Februar steht die nächste Deckenkontrolle ins Haus. Hintergrund sei, dass es mit solchen Decken in anderen Bädern zu Problemen gekommen sei.

Eine dagegen einmalige Kontrolle gab es dann am Donnerstag, als im Auftrag der Gemeindeverwaltung Bohrproben aus den Außenwänden genommen wurden. Derzeit wird ein Bautenzustandsbericht für alle gemeindeeigenen Immobilien erstellt.

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