1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Nachrodt-Wiblingwerde

Goldhochzeit: Da gratuliert auch die Bürgermeisterin

Erstellt:

Von: Susanne Fischer-Bolz

Kommentare

Marianne und Dieter Simon feierten in Haste Goldhochzeit. Bürgermeisterin Birgit Tupat gratulierte.
Marianne und Dieter Simon feierten in Haste Goldhochzeit. Bürgermeisterin Birgit Tupat gratulierte. © Fischer-Bolz, Susanne

Zwei Söhne, vier Enkelkinder, eine Urenkelin und jede Menge Freunde und Nachbarn: Als Marianne und Dieter Simon am Freitag den Polterabend und Samstag ihre Goldhochzeit feierten, war ganz Haste in Party-Laune. Nachbarn hatten mit Tannen geschmückt und wie es schöne Tradition ist, dem Jubelpaar ein großartiges Fest bereitet.

Nachrodt-Wiblingwerde - Spaß haben: Das ist für Marianne und Dieter Simon nicht nur für einige besondere Tage im Leben wichtig. Es ist ein Stück Lebensweisheit. Und das war bereits bei ihrer Hochzeit vor 50 Jahren so, als gleich acht Tage lang gefeiert wurde.

Das Paar kennt sich von „klein auf“. „Ich war im ersten, Dieter im achten Schuljahr“, erzählt Marianne Simon, die in diesem Jahr 70 Jahre alt wird. In 14 Tage feiert ihr Mann seinen 77. Geburtstag.

1967 wohnte Marianne noch in Wörden. Als das Haus, in dem die Familie lebte, abbrannte, kaufte ihr Vater ein Haus in Haste – fast gegenüber von der Familie von Dieter Simon, dessen Vater Anfang der 1950er Jahre den Bauernhof gepachtet hatte. Marianne machte eine Ausbildung zur Einzel- und Großhandelskauffrau bei der Bäuerlichen Bezugs- und Absatzgenossenschaft in Wiblingwerde.

„Dieter hat mich immer zum Sport mitgenommen“, erzählt Marianne von den ersten wirklichen Kontakten zu ihrem späteren Mann. Beide waren – und sind bis heute – dem TV Wiblingwerde eng verbunden. Dieter Simon, der auch heute noch beim MGV Wiblingwerde singt und bei den Jedermännern mitmacht, hat vom Turnen über Leichtathletik bis zum Breitensport alles an Sport gemacht, was möglich war. „Ich kenne nichts anderes“, sagt Dieter Simon über seine Liebe zum Sport. „Marianne kam dann jeden Abend zum Milchholen. Und wenn sie dann nach Hause gegangen ist, war die Milch sauer“, erzählt Dieter Simon lachend, während seine Frau schmunzelnd erwidert: „So lange bin ich auch nicht geblieben.“

1968 sind die beiden dann zusammengekommen. Richtig gefunkt hat es nämlich auf dem Polterabend bei der Goldhochzeit von Spelsberg auf dem Hahn. „Dann haben wir uns verlobt, denn wenn ich nur zehn Minuten zu spät nach Hause kam, hatte ich Stubenarrest“, erinnert sich Marianne Simon. Die beiden wollten in den Urlaub fahren und durften nicht. Die Verlobung im Dezember 1970 rettete alle gemeinsamen Unternehmungen, geheiratet wurde zwei Jahre später in Veserde. Polterabend war in der alten Turnhalle Wiblingwerde. Ramba-Zamba sozusagen mit dem Höhepunkt der kirchlichen Hochzeit. Ihr Hochzeitskleid hat Marianne Simon auch heute noch. Und die kirchliche Andacht von Pastorin Leuning jetzt zur Goldhochzeit war dem Jubelpaar auch sehr wichtig.

Dass es in 50 Ehejahren nicht nur Hochs gibt, dass das Leben nicht nur glückliche Stunden bereit hält, sondern man auch „Nackenschläge“ verkraften muss, versteht sich von selbst. Dieter Simon schätzt besonders das Organisationstalent seiner Frau, und sie mag, dass er nicht nachtragend ist. Dieter und Marianne halten zusammen wie Pech und Schwefel. Heute wie damals. „Wir haben einen landschaftlichen Betrieb. Alleine hätte ich das nie geschafft“, sagt Dieter Simon.

Und: Mit der Großfamilie zusammen in Haste zu leben, heute mit zwölf Personen, das bedeutet dem Goldhochzeitspaar sehr viel. Ganz besonders aber auch pflegen sie Freundschaften und wissen zu schätzen, dass sie liebe Menschen an ihrer Seite haben.

„Wenn du keine Freunde hast, funktioniert nichts. Das musst du pflegen wie deine Frau“, sagt Dieter Simon. Was wünschen sie sich für die Zukunft: „Gesundheit“ sagen beide wie aus einem Mund.

Auch interessant

Kommentare