„Mahlzeit“ steuert auf Zehnjähriges zu

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In der großen Kasserolle von Gudrun Gruß köchelt leckeres Hühnchenfleisch mit provenzialischer Sauce.-

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Um 7.30 Uhr hat gestern für Marlies Stefan, Lotte Glasow, Gundula Gruß, Ulla Schmidt und Jutta Möhscheid ein langer Arbeitstag begonnen. Die Vorarbeiten für die Nachrodter „Sommermahlzeit“ hatten die fünf schon am Vorabend erledigt – „Erdbeeren putzen“ zum Beispiel. Die Erdbeeren wurden für einen frischen Erdbeerquark benötigt, der gestern das Finale des Drei-Gänge-Menüs bildete. Zuvor gab es ein provenzialisches Huhn auf Reis und als Auftakt eine Spargelcremesuppe.

Alles natürlich mit viel Liebe selbst gemacht. „Hier gibt es nix aus der Dose“, unterstreicht Lotte Glasow das bewährte Mahlzeit-Prinzip. Bewährt hat es sich in der Tat, denn im April 2011 wird die Einrichtung im Gemeindehaus ihr zehnjähriges Bestehen feiern können. Manchmal wird im Team auch laut ans Aufhören gedacht, aber dann wird der Gedanke auch gleich wieder verworfen: „Nee, wir machen das, so lange wir es können.“ Trotzdem ist klar, dass niemand aus der Truppe jünger wird. Andererseits: Die Mannschaft ist eingespielt, man kennt sich und verlässt sich aufeinander. „Wir haben donnerstags immer unseren Spaß.“ Andererseits ist sich das Team bewusst, dass stets eine Menge Arbeit wartet. „Am Nachmittag wissen wir, was wir getan haben.“ Von elf Uhr an elf Uhr gibt sich dann das Publikum im Gemeindehaus die Klinke in die Hand, trudeln die Bestellungen in der Küche ein. Dann heißt es zum Beispiel: „Zwei mal wenig, einmal normal“ – auch das zählt zu den kleinen besonderheiten der „Mahlzeit“ - man kennt die Bedürfnisse der Gäste, und man geht wie selbstverständlich darauf ein.

Was als jeweils nächstes Gericht auf den Tisch kommt, dass entscheidet das Küchteam unbürokratisch am runden Tisch. Ähnlich fallen auch die Entscheidungen darüber, welche Einrichtungen von den Überschüssen des laufenden Jahres profitieren sollen. Entschieden ist in dieser Frage aber noch nichts - geeinigt hat man sich aber darauf, dass die Spenden im Dezember verteilt werden.

Nach vielen Jahren der durchgängigen „Mahlzeit“-Termine wird es in diesem Jahr übrigens erstmals wieder eine Pause im regelmäßigen Kalender geben. Im August fällt die Veranstaltung aus. „Es sind einfach zu viele aus der Mannschaft in Urlaub dann“, meint Gudrun Gruß. Und mit Vertretungen lasse sich ein solches Angebot kaum schultern. - tk

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