Geld am Automaten

Märkische Bank gibt Filiale in Nachrodt auf 

+
Bald nur noch ein Automatenstandort: die Märkische Bank in Nachrodt.

Nachrodt-Wiblingwerde - „Wir sprechen nie davon, dass wir schließen. Wir ziehen zusammen“, sagt Ulrich Kuhnhenne, Prokurist der Märkischen Bank. Fakt ist: Die Filiale in Nachrodt wird zum 13. November aufgegeben. Kundenberater Bernd Schröder, der seit 35 Jahren dort arbeitet, wechselt nach Letmathe.

„Bernd Schröder bleibt damit auch seinen Kunden erhalten“, versucht Ulrich Kuhnhenne das Positive hervorzuheben. In Nachrodt bleibt die Möglichkeit für die Kunden, Geld am Automaten abzuheben oder am Selbstbedienungsterminal Bankgeschäfte, Überweisungen oder Daueraufträge vor Ort zu erledigen. 

Nur wenige Kunden kommen in die Filiale 

Auch eine Nachricht an den Kundenberater kann man von dort aus versenden. 1300 Kunden hat die Märkische Bank in Nachrodt. „Aber es kommen nur sehr wenige in die Filiale“, sagt Ulrich Kuhnhenne zu den Gründen der Zusammenlegung mit der Filiale in Letmathe. 

Viele Kunden würden auch das Online-Banking nutzen. „Und wir bieten ein Kundenservice-Center in Hagen an, das 55 Stunden in der Woche zur Verfügung steht. Zukünftig gehe dies auch soweit, dass Kunden Kredite per Telefon abschließen können“, so Ulrich Kuhnhenne. 

"Geld nach Hause" 

Seit 2014 biete die Märkische Bank auch das Angebot „Geld nach Hause“ an, das nun aufgrund der Schließung in Nachrodt ausgebaut werden soll. Besonders ältere Kunden, die es nicht zur Filiale oder zum Automaten schaffen, bekommen ihr Geld einmal im Monat nach Hause gebracht. 

Kunden mit einem Schließfach bei der Märkischen Bank haben eine Kündigung bekommen. In Letmathe wird die Schließfachanlage erweitert (100 neue Schließfächer), sodass auch hierfür eine „Verlegung“ vorgesehen ist. 

Klare Botschaft

Die Märkische Bank hat 20 Filialen und die Aufgabe in Nachrodt habe nichts mit einem Rückzug aus kleinen Städten zu tun. „Es ist also nicht der Anfang vom Ende“, verspricht Ulrich Kuhnhenne. 

Die klare Botschaft sei vielmehr, dass die Märkische Bank ihre Kunden so bedienen wolle, wie sie es erwarten. „Wir versuchen wirklich, viel zu machen“, so Kuhnhenne und spricht zudem von einer Banking-App, mit der man seine Geldgeschäfte über das Smartphone erledigen könne.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare