Wenn die Ente auf das rassige Coupé trifft

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Ralf Markmeyer ging mit seinem rassigen Coupé von 1974 als Startnummer 49 an den Start. Alle Fahrer fuhren mit einem Bordbuch nach Chinesenzeichen, Kartenskizzen und Streckenbeschreibungen. Die Strecke hatte Timo Goldau, sportlicher Leiter im MAC, ausgearbeitet.

Nachrodt-Wiblingwerde - Sie ist äußerst robust und überraschend schnell, hat einen belastbaren Körperbau und Kurven, von denen andere träumen. Dass sie immer lächelt, spricht für sie. Gestern stand die Ente wie gemalt auf dem oberen Parkplatz am Schlosshotel Holzrichter und reihte sich in eine herrliche Oldtimer-Pracht ein.

Zur 6. Oldtimerfahrt des Märkischen Automobilclubs „Rund um das Schlosshotel Holzrichter“ kamen 80 Fahrer und Fahrrinnen mit ihren Schätzchen – darunter ein Opel Kadett von 1964, ein 550 Spyder von 1957, ein BMW 326 von 1937, eine Corvette von 1975 und ein Porsche 356 SC von 1964. Sie glänzten bei strahlendem Sonnenschein um die Wette.

„Es ist ein Gebrauchsgegenstand“, lacht Stefan Grelck über seinen Sportkombi RS2 (Hersteller Audi/Porsche 1995), den er 2003 gekauft hat. Hund, Kind und Kinderwagen sollten hineinpassen. „Ich fahre ihn auch bei Regen“, erzählt er – und dürfte damit eine Ausnahme im Liebhaber-Lager sein.

Grundsätzlich sind die Oldtimer gehegt und gepflegt. Sollte ein Regenguss den Spaß verderben wollen, wird auch mal der Schirm gespannt. Denn dann schnurrt das gute Stück noch viele Jahre wie ein Kätzchen.

Oder wird zum Tiger – wie der Alpine A110 von Ralf Markmeyer Das rassige Coupé von 1974 ist nur 1,13 Meter hoch. „Wenn man einmal drin liegt, dann geht es“, schmunzelt Ralf Markmeyer, der als kleiner Junge mitfahren durfte, als sein Vater solch einen Wagen auslieferte. Das Gefühl ließ ihn nicht mehr los. „Als ich ihn dann gekauft habe, hatten mein Vater und ich Tränen in den Augen.“

Was beweist: Ein Oldtimer ist ein bisschen wie ein menschliches Wesen zu betrachten. „Wie eine schöne, fremde Frau“, steht auf einem großen Plakat. Das Fahrgefühl, so sagt Moritz Eklöh, ist mit nichts zu vergleichen. Er durfte gestern mit dem Triumph TR6 von seinem Onkel an der Oldtimerfahrt teilnehmen. „Ihn zu fahren, ist das Schönste überhaupt.“ Die Tour durchs Sauerland (158 Kilometer lang) war sodann das Sahnehäubchen.

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