Beeindruckende Begegnung 

Louis Yeboah Womder Do und seine „Universal wonderful street academy“ 

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Zu Besuch war Louis Yeboah Womder Do alias Louis Wonder, der 2012 in Jamestown die Grundschule mit dem imposanten Namen „Universal wonderful street academy“ gründete.

Nachrodt-Wiblingwerde - Wie leben und lernen Schulkinder in Ghanas Hauptstadt Accra? Diese Frage stand am Sonntag im Mittelpunkt eines besonderen Familiengottesdienstes in der Wiblingwerder Kirche. Bilder aus einer deutschen Familie und Bilder der „Universal wonderful street academy“ in Accras Stadtviertel Jamestown verdeutlichten große Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten zwischen Schulkindern in ganz unterschiedlichen Regionen der einen Welt.

Sie richteten sich vor allem an die zukünftigen Schulkinder des Kindergartens und ihre Angehörigen, die den lebensgeschichtlichen Übergang gemeinsam mit der Gemeinde feierten. Zu Besuch war Louis Yeboah Womder Do alias Louis Wonder, der 2012 in Jamestown die Grundschule mit dem imposanten Namen gründete und seitdem leitet. Seit Anfang 2018 gibt es einen deutschen Förderverein, der die Bildungsarbeit mit Waisen- und Straßenkindern fördert. 

Der Kontakt zur Gemeinde kam über Mirka Huth, Vorsitzende des Vereins, zustande: Ihr Großvater Werner Grösch lebt in Wiblingwerde. „Wir hatten noch nie Trommeln in der Kirche“, staunte Pfarrerin Tabea Esch über Louis Wonders Beitrag zum Gottesdienst, denn der Schulleiter war vor allem auch als Djembe-Trommler nach Deutschland und nun nach Wiblingwerde gekommen. 

Dazu gab es aber auch Informationen über das Leben von Kindern in Ghanas Hauptstadt: Viele sind Waisenkinder, für die die Schule auch ihr Zuhause ist. Für sie soll außerhalb von Accra nun ein neues Schulgebäude mit Internat gebaut werden. Andere leben noch bei ihren Eltern, denen jedoch die Mittel fehlen, um sie angemessen zu ernähren und großzuziehen. 

Die jetzige Schule liege „in einem Slumviertel in der Mitte einer Großstadt“, erklärte Peter Lengewitz vom Förderverein. „Die Kinder schlafen, essen und spielen auf den Straßen.“ Die Schule muss sich deshalb zunächst um noch elementarere Dinge als das Lernen kümmern: Zwei Mahlzeiten pro Tag bekommen die Kinder in der Schule - eine Grundvoraussetzung für erfolgreiches Lernen. „Bildung ist der Schlüssel für ein selbstbestimmtes Leben“, unterstreicht Peter Lengewitz. 

Ab mittags bietet die „Universal wonderful street academy“ ähnliche Angebote wie eine deutsche Ganztagsbetreuung: Musik, Sport, Basteln und den Umgang mit Stoff. „Es gibt Frauen, die sich mit einer Nähmaschine selbständig machen.“ Nach dem Gottesdienst erwarteten ein afrikanischer Basar und Trommel-Workshops die Besucher. 

Louis Wonder hatte eine ganze Batterie von afrikanischen Djembe mitgebracht, die sich zunächst die Kinder und anschließend die Erwachsenen zwischen die Knie klemmten. Und dann ging es mit viel Enthusiasmus und Spielfreude mitten hinein in kraftvolle Rhythmen, die allen Beteiligten viel Spaß machten.

Informationen über die „Universal wonderful street academy“ 

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