Lohmann-Antrag im Rat / Fachfirma wird in Ausschuss eingeladen

Brücke kommt wieder auf den Tisch

+
Malerisches Bild, aber marode Substanz: Die Lennebrücke bereitet den Nachrodtern seit Jahren Kopfzerbrechen und Ärger.

Nachrodt-Wiblingwerde – Das Thema Lennebrücke bleibt der Gemeinde erhalten – so oder so. In der Ratssitzung stellte Matthias Lohmann (fraktionslos) einen Antrag, das Bauwerk ein weiteres Mal auf die Tagesordnung zu setzen.

 Lohmann berichtete, dass es ein Gespräch zwischen einer Fachfirma (W+S Instandsetzungen, Nordhessen) und Straßen.NRW gegeben habe. Auch er habe mit der Firma Kontakt aufgenommen.

Quintessenz: Eine Sanierung der Brücke mittels Injektionstechnik ist offenbar doch möglich. Bei einer Sanierung mit der Technik der W+S könne auch die Statik der Brücke wieder gekräftigt werden und die Lastenbegrenzung wieder heraufgesetzt werden.

Die Kosten einer solchen Sanierung lägen übrigens unter denen eines Neubaus, auch falle die Dauer der Arbeiten kürzer aus. Lohmann sprach von einem Jahr.

Der Ratsherr regte außerdem an, „das Denkmalamt in die Pflicht zu nehmen.“ Wenn die unansehnlichen Rohrleitungen entlang der Brücke in einem Düker verschwunden sein werden, komme das Bauwerk wieder näher an seine originale Gestalt aus dem Jahr 1850.

Sollte das Denkmalamt dennoch kein Interesse zeigen, schlug Lohmann einen Plan B vor. Er basiert darauf, das hydraulische Gutachten über die bestehende Brücke von einem unabhängigen Fachmann überprüfen zu lassen. „Ich möchte, das alles so bleibt“, sprach er sich gegen die Neubaupläne aus.

Lohmann sagte, er habe den Eindruck, dass die Planer von Straßen.NRW gerne auf ihrem einmal projektierten Vorhaben beharren. Möglicherweise habe man sich in Hagen nicht ausreichend über Sanierungsmöglichkeiten informiert.

Sonja Hammerschmidt (UWG) kritisierte, dass nun „herumgeeiert wird“. Letztlich sei sie aber wie viele andere eine Freundin der alten Brücke.

Die Ratssitzung wurde für eine Weile unterbrochen, um den Fraktionen Gelegenheit zu einer kurzen Beratung zu geben.

Gerd Schröder beantragte schließlich für die SPD, die Angelegenheit an den Planungs- und Bauausschuss zu übergeben. Zu dessen nächster Sitzung solle ein Vertreter des Sanierungsspezialisten eingeladen werden, aber auch einer von Straßen.NRW. Bei drei Enthaltungen entschied der Rat schließlich, diese Einladung auszusprechen. Bürgermeisterin Birgit Tupat zeigte sich allerdings skeptisch, ob ein Vertreter von Straßen.NRW zusage. „Die werden nicht kommen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare