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Lokführer reagiert schnell: „Da fehlten sechs oder vielleicht sieben Meter“

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Von: Maximilian Birke

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Da hat nicht viel gefehlt: Nur wenige Meter vor dem Lkw kam der Regionalzug zum Stehen.
Da hat nicht viel gefehlt: Nur wenige Meter vor dem Lkw kam der Regionalzug zum Stehen. © Thomas Bender

Um Haaresbreite wäre es am Bahnübergang Helbecke am Mittwochmorgen zu einem heftigen Zugunfall gekommen. Ein Lokführer musste eine Notbremsung einleiten.

Update vom 13. April, 11.06 Uhr: Die Regionalbahn, die nur knapp vor dem Lkw zum Stehen kam, konnte ihre Fahrt vor wenigen Minuten fortsetzen. Es handelte sich um den RE16 mit der Zugnummer 89457. Aus dem Zug heraus meldete sich Fahrgast Dennis Rosenkranz. Er schildert: „Das war alles sehr, sehr knapp. Es fehlten fünf, sechs oder vielleicht sieben Meter. Der Lokführer hat sehr schnell und gut reagiert.“

Die Regionalbahn sei gut gefüllt, sagt Rosenkranz, unter den Fahrgästen auch Mütter mit Kindern, die augenscheinlich noch im Säuglingsalter sind. Für Rosenkranz und die anderen Fahrgäste sei es ein aufregender Morgen gewesen, der noch viel schlimmer hätte ausgehen können. Die Bundespolizei ist noch an der Strecke im Einsatz und ermittelt. Vor Ort ist zudem ein Notfallmanager der Deutschen Bahn.

Aus der Pressestelle der Bundespolizei in Dortmund heißt es, dass der Lkw-Fahrer den Bahnübergang gar nicht hätte passieren dürfen. Es besteht ein Durchfahrtsverbot. Auf den rumänischen Fahrer komme nun „mindestens ein Bußgeldverfahren“ zu. Ob darüber hinaus auch ein Strafverfahren eingeleitet wird, ist noch unklar.

[Erstmeldung] Nachrodt-Wiblingwerde – Wie die Bundespolizei als zuständige Behörde auf Nachfrage der Redaktion mitteilt, befindet sich ein Lkw auf den Schienen des Bahnübergangs Helbecke. Der Lkw wurde nach ersten Informationen von der Schrankenanlage eingeschlossen und kann nicht mehr vor noch zurück.

Nur kurz darauf rauschte ein Regionalzug an, der die Strecke passieren wollte. Der Lokführer leitete eine Notbremsung ein, wie Hendric Bagert, Sprecher der Bundespolizei, sagt. Um Haaresbreite konnte so eine möglicherweise folgenschwere Kollision verhindert werden. Dennoch geht gerade nichts mehr auf der Ruhr-Sieg-Strecke.

Grund dafür sind Sensoren im Gleis, die erkennen, ob der Zug den Übergang passiert hat. Erst nach dem Passieren werden die Schranken automatisiert wieder geöffnet. Wie die Bundespolizei erklärt, sei die Bahn in dem Bereich des Gleises zum Stehen gekommen, in dem sich die Sensoren befinden. Weil sie den Bereich nicht vollständig durchfuhr, lassen sich die Schranken derzeit nicht öffnen.

Neben der Bundespolizei ist deshalb auch ein Technikteam der Deutschen Bahn auf dem Weg zum Bahnübergang Einsal. Erst wenn der Lkw das Gleis verlassen hat, kann der Zugverkehr wieder fahren. Bis dahin kommt es zu Verzögerungen.

Hinweis der Redaktion: In einer ersten Version unseres Berichts hatten wir fälschlicherweise geschrieben, der Vorfall habe sich am Bahnübergang Einsal ereignet. Tatsächlich handelt es sich um den Übergang Helbecke. Dies haben wir korrigiert.

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