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Lieferprobleme: Lennehalle bleibt für Sportler vorerst geöffnet

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Die Lennehalle bleibt vorerst geöffnet.
Die Lennehalle bleibt vorerst geöffnet. © Fischer-Bolz, Susanne

Es gibt keine Betonfertigteile. Zumindest nicht dann, wann man sie braucht. Und so verschiebt sich der Neubau des Feuerwehrgerätehauses und die Lennehalle bleibt geöffnet.

Nachrodt-Wiblingwerde – Schade und ernüchternd: So beschreibt Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz die Situation. Da es Lieferprobleme bei den Materialien für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses gibt, wird vor November nichts passieren. Und das bedeutet für die Lennehalle: Kommando zurück. Sie bleibt zunächst für alle Sporttreibenden geöffnet. Alle Nutzer der Halle sind informiert.

„Ganz seltsame Situation“

Fakt ist und bleibt: Die Eisatzkräfte der Feuerwehr ziehen in die Lennehalle, wenn nebenan ihr Domizil neu errichtet wird. Baustart sollte in der ersten Osterferienwoche sein. „Wir haben versucht, Material zu ordern. Es ist ja heute so, dass man nicht mehr in den Baumarkt geht und eine Dachlatte kauft, sondern diese vorbestellt. Eine ganz seltsame Situation. Nur ist es beim Feuerwehrgerätehaus nicht mit einer Dachlatte getan. Man benötigt viele andere Dinge“, so Bauamtsleiter Dirk Röding. So wurden unter anderem Betonfertigteile bei den Lieferanten angefragt. Es gibt sie jetzt nicht.

Monate des Leerlaufs

„Normalerweise schreibt man die Arbeiten aus und der Unternehmer kümmert sich darum, dass das Material zur rechten Zeit am rechten Ort ist. Wir sind aber nun direkt an den Lieferanten gegangen, um die Lieferzeiten abzufragen“, so Dirk Röding. Dabei kam heraus, dass es kein Material vor November/Dezember geben wird. Und so macht es keinen Sinn, die Feuerwehr jetzt schon in der Lennehalle unterzubringen. Man könnte zwar das alte Gerätehaus abbrechen, aber dann würden Monate des Leerlaufs vergehen. „Das macht ja alles keinen Sinn. Da fängt man besser später an und hat die Gewissheit, dass das Material auch kommt“, erklärt der Bauamtsleiter.

Schnelle Auftragsvergabe

Natürlich ist das Material jetzt nicht bestellt, denn das macht der noch zu beauftragende Unternehmer. Nun geht es also um eine schnelle Auftragsvergabe. Der Neubau kostet 3,844 Millionen Euro. Es gibt eine Förderung in Höhe von
250 000 Euro. Diese Fördermittel sollen auf keinen Fall durch die Verzögerung aufs Spiel gesetzt werden. „Wir werden zum Beispiel Ausrüstungsgegenstände bestellen und einige Bauleistungen vorziehen. Der Kanalanschluss muss erneuert werden. Sinnvoll wäre es, das im Vorfeld zu machen“, sagt Dirk Röding.

Pläne der Vereine in der Schublade

Für die Vereine, die die Lennehalle nutzen, bedeutet die Neuigkeit natürlich erst einmal eine Erleichterung. Die Pläne für Trainingszeiten an anderer Stelle verschwinden zunächst also in der Schublade

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