Liebe endet vor dem Amtsrichter

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Wenn aus Liebe Hass wird, kann das schnell böse enden. So auch in einem Fall, der gestern vor dem Amtsgericht Altena verhandelt wurde- oder besser, verhandelt werden sollte. Der Mann auf der Anklagebank muss sich wegen gefährlicher Körperverletzung und Freiheitsberaubung verantworten.

Der Vorwurf: Anfang April 2008 soll der Iserlohner seine Nachrodter Ex-Freundin derartig heftig geschlagen haben, dass diese gegen eine Tür gefallen war und sich dabei verletzt hatte. Nur eine knappe Woche später, am 13. April soll er sie dann etwa drei Stunden in seiner Iserlohner Wohnung gefangen gehalten haben, weil sich die Frau von ihm hatte trennen wollen. Erst als diese damit gedroht hatte, die Polizei zu rufen, soll er ihr den Schlüssel ausgehändigt haben.

Gestern stritt der Angeklagte aber alles ab. So erklärte er, dass er zum Zeitpunkt der angeblichen Körperverletzung bei der Arbeit gewesen sei. Und auch die Freiheitsberaubung sei erfunden, da das mutmaßliche Opfer über einen eigenen Schlüssel verfügte. Die Frau habe sich das alles nur ausgedacht, er habe jedenfalls nichts getan.

Da zum gestrigen Verhandlungstag keine Zeugen geladen waren, das Aufklären des Tatherganges ohne jedoch unmöglich erschien, entschied das Gericht, einen neuen Termin anzusetzen. Dann soll unter anderem das angebliche Opfer gehört werden. Zudem wurde dem Angeklagten auferlegt, bis dahin einen Nachweis zu besorgen, der beweisen würde, dass er sich zur ersten angeblichen Tat tatsächlich an seinem Arbeitsplatz aufgehalten hatte.

Es bleibt abzuwarten, wie sich der Fall nun weiterentwickeln wird. - jape

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