Zum Tag des offenen Denkmals

Lichterglanz am Langenstück: Werkssiedlung wird illuminiert 

Die Werkssiedlung Langenstück in Nachrodt rückt beim Tag des offenen Denkmals in den Fokus.
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Die Werkssiedlung Langenstück in Nachrodt rückt beim Tag des offenen Denkmals in den Fokus.

Die Werkssiedlung Langenstück in Nachrodt rückt in den Fokus: Zum Tag des offenen Denkmals werden Häuser illuminiert, es gibt Aktionen, Führungen und ein Fest.

Nachrodt-Wiblingwerde – Alles wie aus einem Guss – so erscheint es auf den ersten Blick. Wunderschöne Häuser reihen sich an der Schillerstraße, Niemöllerstraße und Goethestraße, an der Ebertstraße und Uhlandstraße aneinander, bilden den denkmalgeschützten Bereich Langenstück. Doch wer genau hinschaut, sieht ein Türmchen, der wie ein Leuchtturm aussieht, eine Sonne an einer Hauswand, verschiedene Türen, verschiedene Mauerwerke.

Diese besonderen Bauten werden nun im Rahmen des „Tags des offenen Denkmals“ am Sonntag, 12. September, in den Fokus gerückt. Einige Gebäude werden illuminiert. Zudem gibt es ein kleines Fest und Führungen durch die zauberhafte Siedlung.

Scht bis zehn Häuser werden strahlen

Initiator der Veranstaltung ist der fraktionslose Ratsherr Aykut Aggül, der das Lichterfest zum Tag des offenen Denkmals als Kleinprojekt über die Leaderregion „Lenneschiene“ einreichte und damit auf Begeisterung stieß. Marco Nowak, Lichtkünstler aus Hagen, der auch die Burg Altena in die schönsten Farben tauchte, wird acht bis zehn Siedlungsgebäude beleuchten. Zu bestaunen ist dies zwischen 18 und 23.30 Uhr.

Zuvor soll es noch – wenn es die Inzidenzzahlen zulassen – ab 15 Uhr ein Fest geben, das sehr zentral in der Siedlung zu Beginn der Niemöllerstraße stattfinden wird. Eine Hüpfburg für Kinder, ein Kasperletheater, ein fröhliches Beisammensein für Jung und Alt. Und wer ein wenig genauer hinschauen möchte, wie es in der Siedlung aussieht, welch Überraschungen die einzelnen Häuser bieten, ist zu einem Spaziergang durchs Langenstück geladen.

Illumination: keine Kosten für Mieter

Welche Häuser illuminiert werden können, hat sich der Fachmann bereits angeschaut. Hell müssen sie sein, die Stormversorgung muss an der Frontseite liegen, wie bei den Häusern Niemöllerstraße 6 und 8 beispielsweise. „Auch Richtung Ebertstraße sollen Häuser beleuchtet werden“, sagt Aykut Aggül. Der verbrauchte Strom wird den Mietern natürlich erstattet, „aber manche haben auch gesagt, dass sie es spenden, weil es schön ist, dass etwas in der Siedlung passiert“.

Die europäische Denkmalschutzflagge, die Aykut Aggül präsentiert, wird in der Siedlung Langenstück in Nachrodt wehen.

Das Motto „Sein und Schein – in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege“ rückt die Handwerkskunst der Illusion in den Mittelpunkt. „Jedes einzelne Objekt ist unterschiedlich gebaut“, schwärmt Aykut Aggül. Schon als Kind hat er mit seinen Geschwistern den Häusern Namen gegeben, weil sie alle etwas Besonderes hatten. Heute sind es übrigens 60 Kinder, die mit ihren Familien in der Werkssiedlung leben, aber auch viele „Alteingesessene“, für die das Langenstück seit 40 Jahren ein Zuhause ist.

Ein Fest für alle am Langenstück

Ziel der Veranstaltung am Tag des offenen Denkmals ist es, Interessierte auf die Siedlung aufmerksam zu machen, sie vorzustellen. „Aber es gibt auch Leute, die in der Siedlung wohnen, aber sich gar nicht kennen. So ist das Fest für alle“, sagt Aykut Aggül. Mithilfe der Illumination wird das baukulturelle Erbe erlebbar gemacht.

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