„Zwitter-Roman“ im Klunterbunt

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„Mein Beruf ist inspirierend. Und er erleichtert auch die Recherche“, erklärt Mark Fahnert, seines Zeichens Kripo-Beamter. Weil er viele Jahre in Köln gearbeitet hat, spielt auch „Edom“ dort.

Nachrodt-Wiblingwerde - Mark Fahnert stellt am Mittwoch, 15. Oktober, seinen Roman ,,Edom” im Café Klunterbunt in Rennerde vor. Der Kripo-Beamte, der in Hagen beim Kriminaldauerdienst arbeitet, hat keine weite Anreise: Er stammt aus Sassenscheid.

Mit dem „Zwitter-Roman“ hat er den Nerv von Fans der Genres Thriller und Fantasy getroffen. Die Vermarktung durch den namhaften Luzifer-Verlag hat viel zum Erfolg beigetragen.

Der Stoff von ,,Edom” begleitet Mark Fahnert schon seit einigen Jahren. Vor wenigen Wochen wurde die einstige Kurzgeschichte im Luzifer-Verlag veröffentlicht: Das Team der Mordkommission ermittelt in Köln.

Eine Leiche, ein geschändetes Grab und skurriles Diebesgut halten die Ermittler auf Trab. Der schlimme Verdacht: Stanislav Loev will ein Wesen nach dem Vorbild der Prager Golem-Sage erschaffen. An dieser Stelle bekommt „Edom“ seine Fantasy-Note. Und hat deshalb im Internet sowohl positive Rezensionen eingefleischter Krimi-Fans eingeheimst, als auch von Freunden der mystischen Literatur. Mark Fahnert aus Wiblingwerde hat mit diesem Stoff den Nerv eines namhaften Thriller-Verlags getroffen.

Er hatte schon einmal in seiner Autoren-Laufbahn an diesem Punkt gestanden und auf „Bestellung“ einen Polit-Thriller verfasst – dann verschwand der Verlag in der Versenkung. Fahnerts erste Veröffentlichung in einer Anthologie war ausgerechnet eine Liebesgeschichte. „Ein Fach, das ich gar nicht beherrsche“, erklärt er schmunzelnd. Dass sein Stil eher in Richtung Krimi gehen würde, lag spätestens nahe, als Mark Fahnert seine Berufswahl traf: Er arbeitet bei der Kriminalwache der Hagener Polizei und kümmert sich dort um Strafsachen, die keinen Aufschub dulden.

„Mein Beruf ist inspirierend. Und er erleichtert auch die Recherche“, erklärt Mark Fahnert. Weil er viele Jahre in Köln gearbeitet hat, spielt auch „Edom“ dort. Das eigens für den Roman gestaltete Cover deutet das an.

Heute spielt sich Mark Fahnerts Privatleben jenseits des pulsierenden Großstadtlebens ab: Der berufliche Wechsel nach Hagen führte ihn ins beschauliche Sassenscheid, wo er sein Leben mit Ehefrau Katharina und Tochter Emily (2), zwei Hunden und acht Katzen teilt. Zeit zum Schreiben knapst er bewusst von seiner Freizeit ab, indem er morgens früh aufsteht – oder gleich wach bleibt, wenn er vom Nachtdienst wiederkommt. „Meine Frau übersetzt Bücher. Dann sitzen wir oft nebeneinander und arbeiten parallel.“

Mit „Edom“ soll die Autoren-Karriere nicht beendet sein: Eine Fortsetzung aus dem Milieu der aktuellen Ermittler der Kölner Mordkommission ist bereits in Arbeit. Mark Fahnert will den Schwerpunkt aber dieses Mal auf ein anderes Team-Mitglied legen. „Langweilen will ich die Leser nicht. Deshalb war ich auch froh, ein gutes Lektorat an meiner Seite zu wissen.“

Fahnerts Erfahrung: Nicht alles, was der Autor als vollendet betrachtet, ist tatsächlich fertig. „Reflektion ist wichtig. Zusammenhänge, die mir völlig klar waren, waren es tatsächlich nicht. Natürlich tut es weh, wenn dann gekürzt und umgeschrieben werden muss.

Aber für das Gesamtwerk ist es das Beste“, erklärt der Autor. Mehr über ihn erfahren können Literaturfreunde auf http://markfahnert.wordpress.com. Oder am 15. Oktober persönlich im Café Klunterbunt vorbeikommen, wenn der Wiblingwerder Autor seine Lesung in heimischen Gefilden hält. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Zur erleichterten Planung bittet Gisela Gundermann um Anmeldung unter 0173 / 174 38 75. - iho

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