Grundschüler schmökern die halbe Nacht durch

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Mit Buch und Taschenlampe: Die Zweitklässler der Grundschule Wiblingwerde verbrachten am Donnerstag eine Lesenacht in der Schule.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Wer möchte nicht einmal gerne ins Paradies? Die Schülerinnen und Schüler der zweiten Klasse der Grundschule Wiblingwerde hatten am Donnerstagabend die Gelegenheit dazu.

Es war zwar nur das Leseparadies der Schule, aber Spaß gemacht hat es den Kindern offenbar trotzdem. Die kleinen Leseratten hatten sich schon am Nachmittag in der Schule eingefunden. Dort hatte ihnen ihre Klassenlehrerin Nadja Mittelbach zunächst eine Geschichte vorgelesen, die sich um die kleine Hexe Lisbeth drehte. Die wiederum wartete auf die Weihnachtshexe und backte in der Zwischenzeit Plätzchen und schmückte den Weihnachtsbaum.

Nach Beendigung der kleinen Lesestunde war es nun an den Kindern, mit jeder Menge Fantasie an das Thema heranzugehen. Da wurden kleine Hexen und Geister gebastelt und auch gemalt. Auch kleine Lesezeichen stellten die Kinder nach ihren eigenen Vorstellungen her. „Die waren richtig kreativ“, freute sich Nadja Mittelbach.

Und die Schülerinnen und Schüler sollten auch ausreichend Gelegenheit finden, zu lesen. Dazu konnten sie sich Bücher aus der Bibliothek der Schule leihen oder einfach ein Lieblingsexemplar von zu Hause mitbringen.

Die gesamte zweite Klasse der Grundschule, bestehend aus 18 Mädchen und Jungen, nahm an der Lesenacht teil, denn so wurde die Veranstaltung betitelt.

Selbstverständlich stand am Donnerstag auch ein Buffet zur Verfügung. Dieses hatten von den Eltern der Kinder zubereitet und aufgestellt. Und nur zu diesem Zweck hatten sie am Donnerstag Zutritt zur Lesenacht. Als Gegenleistung sorgten sie dafür aber auch für das Frühstück, denn die Kinder übernachteten auch in der Schule.

Der Freitagmorgen begann daher für die etwas müden Leseratten eher gemächlich. Nach einem ausgiebigen Frühstück ließen sie im Klassenraum die vergangene Nacht noch einmal Revue passieren, arbeiteten sie im Deutschunterricht noch ein wenig auf.

Nadja Mittelbach hat eine solche Lesenacht nun schon zum zweiten Mal organisiert, und möglicherweise wird die Veranstaltung noch ein drittes Mal wiederholt. Denn einen großen Erfolg können sich die Klassenlehrerin und ihr Team in jedem Falle auf die Fahnen schreiben. Der Hintergrund sei gewesen, so die Pädagogin, die Kinder zum Lesen zu motivieren und animieren. Das scheint geglückt, denn die Schüler nahmen das Angebot gerne an und vertieften sich ganz in ihre Lieblingsliteratur. Auffällig war dabei, dass sie vielfach gemeinsam in einem Buch lasen und sich auch gemeinsam mit dessen Inhalt auseinandersetzten. Wenn das keine pädagogische Meisterleistung war, was dann? ▪ Hartwig Bröer

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