So lernen Grundschüler das Radfahren

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Radfahren, aber richtig: das zeigt Bezirksbeamter Jörg Bielefeld den Kindern.

Nachrodt-Wiblingwerde – Sicher fahren, auf Autos achten, Handzeichen geben: So lernen die Grundschüler das Radfahren. Wichtig ist der Uhu.

Allerdings nicht das Federvieh. Uhu bedeutet Umschauen, Handzeichen, Umschauen. Und dabei möglichst nicht wackeln und die Übersicht behalten. Die Fahrradausbildung der Viertklässler in Nachrodt und in Wiblingwerde ist in vollem Gange. 

erkehrssicherheitsberater Lothar Philipps und der neue Bezirksbeamte, Hauptkommissar Jörg Bielefeld, stehen mit helfenden Eltern an verschiedenen Stellen der Ehrenmalstraße, um die Kinder auf den Fahrrädern zu unterstützen, ihnen Tipps zu geben und Mut zu machen. Unterdessen fahren die Autofahrer durchaus vorsichtig, nehmen Rücksicht auf die kleinen Radler. 

Die Experten: Verkehrssicherheitsberater Lothar Philipps (links) und Hauptkommissar Jörg Bielefeld.

Das ist aber nicht immer so, wie eine Mutter erzählt: „Zwischen Kind und Verkehrsinsel wird noch überholt.“ „Es ist tatsächlich hier nicht so einfach, weil doch viel Verkehr ist“, sagt Jörg Bielefeld. 

Die Kinder starten an der Grundschule, biegen rechts ab, lassen die Dorfstraße rechts liegen, folgen der Ehrenmalstraße, radeln über die Verkehrsberuhigung Richtung Langenstück, drehen auf halber Strecke und fahren zurück, müssen wieder auf die Hauptstraße, wo sie die Fahrzeuge von der Wiblingwerder Straße kommend nicht übersehen dürfen. 

Wichtige Übung: am parkenden Pkw vorbeifahren.

Autos, geparkt auf den Bürgersteigen, sind ebenso Hindernisse wie die „Huppel“ auf der Straße und Verengungen, die eine absolute Kontrolle über das Fahrrad erfordern.

 „Man weiß nie, was die Autos machen“, sagt ein Mädchen. Sie hält lieber an. „Manche sind noch sehr unsicher. Bei anderen dagegen merkt man, dass die Eltern mit ihnen geübt haben“ , sagt Jörg Bielefeld, der selbst lieber mit dem Mountainbike in Wäldern fährt als mit dem Rad auf der Straße unterwegs zu sein. 

Apropos Eltern: Ohne den Einsatz der Eltern würde auch die praktische Übung auf der Straße nicht funktionieren. Sie helfen als Streckenposten. „Wir fangen mit der Ausbildung im dritten Schuljahr an“, erzählt Verkehrssicherheitsberater Lothar Philipps. „Insgesamt üben wir fünf Mal und schließen ab mit einer Lernzielkontrolle. Es gibt keine Prüfung und keinen Führerschein.“ 

Vor allem geht es darum, motorische Fähigkeiten zu stärken, und die zuvor erlernten Verkehrsregeln in die Praxis umzusetzen. Denn natürlich gibt es auch die Theorie in der Schule. „Die Schule macht sehr viel, aber das Elternhaus ist auch gefragt“, findet Lothar Philipps. 

Einige Kinder konnten beim Training nicht dabei sein. Sie sind noch nicht so weit, sich in den Straßenverkehr zu wagen. Andere dagegen fahren so souverän, als hätten sie nie etwas anderes gemacht. 

Von den Experten werden auch die Räder der Kinder unter die Lupe genommen. Alles muss funktionieren: Bremsen, Beleuchtung, Klingel. Ein Tipp: Beim Anfahren ist es sinnvoll, die Pedale auf 11 Uhr einzustellen. Dann geht’s leichter.

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