Ehrenamtlicher Putz-Einsatz für die Visitenkarte in Nachrodt

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Friedhelm Wolff hält den Bereich an der Rastatt sauber. "Er ist die Visitenkarte der Gemeinde"

Nachrodt-Wiblingwerde - Niemand mag ihn – und doch liegt er überall herum: Müll auf den Straßen, auf den Plätzen, auf den Wegen. Irgendjemand, so mögen wohl einige denken, wird den Mist schon wegräumen. Einer, der das freiwillig macht, der den Kampf gegen den Unrat aufgenommen hat, ist Friedhelm Wolff. Durch seinen Einsatz wird die Gemeinde etwas sauberer und liebenswerter.

 „Als ich hörte, dass die Lenneterrasse gebaut wird, kam mir sofort der Gedanke: Das muss auch sauber und ordentlich gehalten werden. Es ist eine Visitenkarte, alle fahren dort vorbei“, erzählt der Nachrodter, der mit seinem ehrenamtlichen Engagement seiner Heimatgemeinde etwas zurückgeben möchte. „Ich habe mich in Nachrodt immer wohl gefühlt.“

Jeden Mittwoch läuft er von seinem Zuhause an der Wiblingwerder Straße 24 zur Lenne, um das Gebiet an der Lenneterrasse hinten an der Rastatt bis zur Sparkasse von Zigarettenstummeln, Pappbechern, Coladosen und anderen Hinterlassenschaften zu befreien. Ausgestattet mit Müllbeuteln, die die Gemeinde zur Verfügung stellt, und einer Müllzange ist „Fitus“ Wolff dann mindestens zwei Stunden unterwegs. Dann schaut er auch am Spielplatz vorbei und ob es unter anderem auch noch ausreichend Hundekotbeutel gibt.

Viele Menschen, die an der Lenne spazieren, kennen den engagierten Nachrodter längst – und bisher hat er auch nur freundliche Worte und Anerkennung erfahren. Dass er den „Dreck von den anderen wegräumt“, findet Friedhelm Wolff nicht unter seiner Würde. „Es geht mir um das Gemeinwohl“, sagt der 66-Jährige, der 39 Jahre bei der Friedhofsverwaltung arbeitete und sich auch heute noch sehr mit dem evangelischen Friedhof in Nachrodt verbunden fühlt. Den Elektrozaun, der aufgrund der Wildschwein-Problematik angeschafft wurde, kontrolliert er regelmäßig. Und der Zaun, so sagt Friedhelm Wolff, hat seine Wirkung nicht verfehlt.

Übrigens: Als Friedhelm Wolff, der 2012 in den Ruhestand ging, vor zwei Jahren erstmals zur Müllzange griff, war seine Frau Monika im ersten Moment nicht so angetan. Aber längst findet sie den Einsatz gut. Beide sind in Nachrodt auch noch anderweitig aktiv: Monika Wolff in der evangelischen Frauenhilfe und gemeinsam mit ihrem Mann im neuen Projektchor der evangelischen Kirchengemeinde und in der Paul-Gerhard Kantorei Altena. Das Singen macht ihnen Freude.

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