Kulturschock sucht Alternativen

Lenneterrasse: Keine Bewirtung möglich

Der Platz ist fertig: Dort, wo die Rastatt in Nachrodt stand, könnte die Bewirtung stattfinden. Aber nur theoretisch.
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Der Platz ist fertig: Dort, wo die Rastatt in Nachrodt stand, könnte die Bewirtung stattfinden. Aber nur theoretisch.

Eine Bewirtung auf der Lenneterrasse in Nachrodt kann es in diesem Jahr nicht geben. Es fehlen Wasser und Strom. Aufgeben will der Verein Kulturschock so schnell aber nicht.

Nachrodt-Wiblingwerde – „Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt“, sagt Ronny Sachse und versucht, trotz schlechter Nachrichten auf Plan B oder C zu setzen. Fakt ist: Eine Bewirtung an der Lenneterrasse kann es in diesem Jahr nicht geben. Bei einem Treffen vor Ort mit Bauamtsleiter Dirk Röding wurde die Problematik deutlich: Es gibt kein Wasser und Strom mehr dort, wo die Rastatt einst stand.

„Es gab eine Anfrage bei den Stadtwerken, dies wieder herzustellen, aber es würde Probleme mit dem Leitungsnetz geben, wenn nur einmal in der Woche eine Nutzung stattfinden würde. Auch ein Standrohr ist nicht möglich. Wenn wir da sind, hätten wir es im Blick, aber nicht die ganze Woche“, erklärt Ronny Sachse das Problem.

Bauantrag für Container nötig

Mit der Stromversorgung sieht es nicht besser aus. „Dann müsste ein Stromverteiler aufgebaut werden. Dafür haben die Stadtwerke einen mittleren vierstelligen Betrag aufgerufen. Und zu allem Überfluss müssten wir einen Bauantrag stellen, wenn wir einen Container oder eine Fertiggarage aufstellen wollen“, so Ronny Sachse, der bei all den Schwierigkeiten keine Chance sieht, die Lenneterrassen-Saison eröffnen zu können.

Und nun? Abhaken möchte der Kulturschock eine Bewirtung aber auf keinen Fall. Und so werden jetzt Lösungen gesucht, Gespräche aufgenommen, zum Beispiel mit der katholischen Kirchengemeinde. Könnte man den Vorplatz gegenüber der Rastatt bei St. Josef nutzen? Oder vielleicht den Osterfeuerplatz hinter dem Gartenhallenbad?

Sommer beginnt, Zeit drängt

Dafür möchte Ronny Sachse mit Klaus-Dieter Jacobsen und Sabine Karisch sprechen. Eine Alternative wäre auch der Platz vor dem Jugendzentrum. Im Keller dort lagern auch die Bierzeltgarnituren und weiteres Equipment für die Lenneterrassenbewirtung. „Das Problem dort ist, dass wir die Sachen jedes Mal aus dem Keller hochschleppen müssten. Und das kann man nicht alles jede Woche da unten herauskramen. Da streiken die Helfer“, ist sich Ronny Sachse sicher. Er sieht ein wenig die Zeit davonlaufen, schließlich hat der Sommer längst begonnen.

„Aber aufgeben ist keine Option“, findet der Vorsitzende des Kulturschocks. Eine Bewirtung soll irgendwie möglich gemacht werden. Und Ronny Sachse glaubt ganz sicher, dass die Gäste überall hinkommen würden, nicht auf die Lenneterrasse bestehen. „Dann nennen wir es Lenneterrasse on tour und stellen ein Foto vom Flüsschen auf.“

Nach Lockdown: Freiheit genießen

Überall könne aufgrund der sinkenden Inzidenzen wieder ein bisschen Alltag einkehren. „Irgendwann müssen wir unser Leben auch wieder leben, bei aller gebotener Vorsicht“, findet Ronny Sachse. Zu ein bisschen Freude möchte der Kulturschock beitragen und sucht nun Bewirtungs-Alternativen.

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