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Lennebrücke: Fit für den nächsten Dauerregen

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Von: Jona Wiechowski

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An der Lennebrücke bleibt immer wieder Geröll hängen. An sich ist das kein Problem. Problematisch kann das allerdings werden, wenn es durch das Hochwasser gegen die Versorgungsleitungen gedrückt wird. Unter anderem verläuft dort nämlich eine Hochdruckgasleitung.
An der Lennebrücke bleibt immer wieder Geröll hängen. An sich ist das kein Problem. Problematisch kann das allerdings werden, wenn es durch das Hochwasser gegen die Versorgungsleitungen gedrückt wird. Unter anderem verläuft dort nämlich eine Hochdruckgasleitung. © FISCHER-BOLZ

Unterm Strich ist es auch über das Wochenende ruhig geblieben, was das Hochwasser in Nachrodt-Wiblingwerde anbelangt. Einen einzigen Einsatz hat es für die Feuerwehr am Sonntag aber doch gegeben.

Nachrodt-Wiblingwerde – Immer wieder wird Holz vor die Lennebrücke geschwemmt und bleibt an den Pfeilern hängen. „An sich ist das kein Problem“, erklärt Feuerwehr-Chef Mark Wille. Wenn das Wasser allerdings steigt, könne das Geröll möglicherweise gegen die Versorgungsleitungen gedrückt werden, die unter der Brücke verlaufen. Unter anderem eine Hochdruckgasleitung gibt es hier.

Damit es dazu bei einem möglichen erneuten Anstieg des Wassers nicht kommt, rückte die Wehr am Sonntagnachmittag zusammen mit Bauunternehmer Sigi Müller aus – und nutzte die Gunst der Stunde, nachdem das Wasser bis zum Sonntag etwas gesunken war. Mithilfe eines Baggers wurden die Äste entfernt, während sich die Feuerwehr um die Sperrung der Straße kümmerte.

Problematisch sei schon beim Hochwasser 2021 nicht die Lenne gewesen, die teilweise einen Pegelstand von über fünf Metern erreichte, so Wille. Vielmehr betroffen waren damals die Nebengewässer, die aber dieses Mal für keine Probleme sorgten. Die Sicherheitsmaßnahmen, die teilweise nach dem schweren Hochwasser vor eineinhalb Jahren ergriffen worden waren, hätten hervorragend funktioniert, so der Feuerwehr-Chef. Das konnten die Einsatzkräfte auch bei den Kontrollfahrten sehen, die sie anlässlich des Dauerregens unternommen hatten.

Der der Doppelgemeinde nächste kontinuierlich gemessene Pegelstand ist der der Nachbarstadt Altena, der sich in etwa auf Höhe der Pott-Jost-Brücke befindet. Am Freitagmorgen erreichte dieser Pegelstand die Marke von drei Metern deutlich; das Gewässer trat über die Ufer. Die Lenneuferstraße in Altena musste gesperrt werden. Die Feuerwehr musste zu mehreren Hochwasser-Einsätzen ausrücken. Über den Freitag hinweg sank der Pegel bis Samstagmittag, ehe der neuerliche Dauerregen für einen erneuten Anstieg sorgte. Mit knapp unter 2,70 Meter am Sonntagvormittag blieb er aber deutlich unter der Marke des Freitags. Das galt auch für den Montag, an dem das Wasser weiter sank – auf gut 2,30 Meter.

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