Lennebrücke: Treffen mit NRW-Verkehrsminister

„Wir haben uns gut verkauft“

Verkehrsminister Wüst (3.v.l) empfing die Nachrodter Delegation in Düsseldorf.

Nachrodt-Wiblingwerde - Wer jemanden kennt, der jemanden kennt: Beziehungen und Vitamin B können allerorts Wunder bewirken. Auch in Nachrodt? Das wird sich noch zeigen. Am Mittwoch empfing der neue Verkehrsminister Hendrik Wüst nach einem Engagement von Thorsten Schick eine Nachrodt-Wiblingwerder Delegation.

Lars Wygoda, CDU-Fraktionsvorsitzender, Susanne Jakoby, SPD-Fraktionsvorsitzende, Petra Triches, UWG-Sprecherin, und Bürgermeisterin Birgit Tupat setzten sich parteiübergreifend in einem halbstündigen Gespräch für eine neue Lennebrücke am jetzigen Standort ein. „Wir haben uns ganz gut verkauft“, freut sich Lars Wygoda. 

"Brückenbau seit 40 Jahren ein Thema"

Durch die Möglichkeit, das Anliegen der kleinsten Gemeinde dem Minister persönlich vorzubringen, habe man zumindest etwas ins Rollen gebracht und auch Informationen weitergegeben, die noch nicht bekannt waren. „Der Verkehrsminister hat viele Projekt geerbt, die älter sind als er selbst. Und auch unser Brückenbau ist ja seit 40 Jahren ein Thema“, so Wygoda. 

Das Pfund, mit dem die Nachrodt-Wiblingwerder in Düsseldorf wucherten, war die „Tatsache, dass die Grundstückseigentümer nicht mitspielen und sich ein Neubau an anderer Stelle dann noch zehn Jahre hinziehen könnte.“ 

Auch Bürgermeisterin Birgit Tupat zieht durchaus eine positive Bilanz: „Es war ein gutes Gespräch mit dem Minister und ich habe das Gefühl, dass unser Anliegen ernst genommen wird. Die Brücke ist für die heimische Wirtschaft im ganzen Lennetal wichtig. Die Idee, die Brücke an der jetzigen Stelle zu errichten, will der Minister explizit mit dem Landesbetrieb besprechen.“ 

Dass auch die CDU-Landesregierung nicht zaubern kann, gibt Susanne Jakoby zu bedenken. „Aber es war ein guter Termin, und der Minister hat sich Zeit genommen. Wir konnten die Probleme aufzeigen und unseren Standpunkt darlegen“, sagt die SPD-Fraktionsvorsitzende. 

"Es wird ein Brocken"

Verkehrsminister Wüst könne aber auch nicht versprechen, dass es für alle eine zufriedenstellende Lösung geben werde.„Schön wird die neue Brücke an keiner Stelle. Die Brücke muss einen Meter höher als die aktuelle gebaut werden. Es gibt Lärmschutzwände. Es wird ein Brocken, so oder so“, sagt Petra Triches, die das Gespräch mit Minister Wüst als sehr angenehm empfand. „Er war gut vorbereitet und wird mit Straßen.NRW die Problematik erörtern.“ 

Am 10. Oktober gibt es eine nichtöffentliche Informationsveranstaltung für alle Ratsmitglieder und sachkundigen Bürger, bei der Straßen.NRW die Planungen und Gedankenspiele vortragen will. „Das wird auf jeden Fall spannend. Denn am Gemeinderat vorbeizuplanen, macht man auch nicht so gern“, sagt Lars Wygoda und hofft, dass das Treffen mit dem Verkehrsminister Früchte tragen wird. 

Auf Antrag der UWG-Fraktion soll es übrigens auch eine Bürgerversammlung zum Thema Brückenneubau geben. Ein Termin steht indes hierfür noch nicht fest.

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